Mit 0,5 Promille in den Einsatz – ein guter Vorschlag?

Schweizer Feuerwehrleute, die keinen Dienst haben und dann zu einem Rettungseinsatz gerufen werden, sollen nach Ansicht des Bundes mit bis zu 0,5 Promille ans Steuer des Einsatzfahrzeuges dürfen. Damit würde die Grenze um 0,4 Prozent angehoben werden.

Die entsprechende Änderung der Verkehrsregelverordnung ist bis zum 16. Oktober in der Anhörung, wie das Schweizer Bundesamt für Strassen (ASTRA) am Donnerstag mitteilte. Noch gilt für Rettungskräfte faktisch ein Alkoholverbot: Fahrerinnen und Fahrer dürfen höchstens 0,1 Promille Alkohol intus haben.

Ausnahme des Alkoholverbots

Mit der Änderung will der Bundesrat laut Onlineportal blick.ch einen Auftrag des Parlaments umsetzen. National- und Ständerat brachten im Frühjahr einen Vorstoß, der eine Ausnahme vom Alkoholverbot forderte, unter anderem für Miliz-Feuerwehrleute. Nationalrat Bernhard Guhl (BDP/AG) hatte seine Forderung mit Aufwand und Kosten für die Feuerwehren begründet.

Alkoholisiert im Einsatz bisher Straftat

Hätten Feuerwehrleute dienstfrei und würden sie an einem Fest ein oder zwei Gläser Bier trinken, könnten sie bei einem unvorhergesehenen Rettungseinsatz später in der Nacht nicht mit dem Tanklöschfahrzeug fahren, weil sie mehr als 0,1 Promille Alkohol intus hätten. Würden sie es trotzdem tun, wäre dies eine Straftat.

Hoffnung auf mehr Personal durch neue Regelung

Mit dem Vorschlag will der Bund dem Bedürfnis Rechnung tragen, für Rettungseinsätze genug Personal aufbieten zu können. Die Ausnahme gilt für Personal von Feuerwehr, Polizei, Zoll, Katastrophenschutz und Sanität. Die Ausnahme soll aber lediglich für Mitarbeitende gelten, die zum Zeitpunkt des Aufgebots keinen Dienst haben.

Bild: retter.tv Symbolbild

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