Moorbrand hält Einsatzkräfte in Pinneberg in Atem

Pinneberg | am 19.04.2019 - 13:12 Uhr | Aufrufe: 669

Ein Moorbrand entwickelt sich jedes Mal zu einem Großeinsatz. So auch in Pinneberg, wo insgesamt ca. 100 Retter im Einsatz waren. Immerhin war es nach vier Stunden vorbei.

Bei einem Waldbrand am Tornesch Jägerweg sind über 4 Hektar Fläche verbrannt. Mehr als 100 Einsatzkräfte aus fünf Feuerwehren waren bis in den Abend mit den aufwendigen Löscharbeiten beschäftigt. Vor allem die Wasserversorgung bereitet den Einsatzkräfte Probleme - diese müsste in einem Pendelverkehr sichergestellt werden.

Die Einsatzkräfte erwartete bereits ein Großbrand.

Als die ersten Einsatzkräfte um Einsatzleiter und Ortswehrführer Sönke Brandt am Einsatzort im Tornescher Jägerweg eintrafen, hatte sich das Feuer bereits stark ausgebreitet. Auf einer Fläche von über vier Hektar brannte es im Wald- und Moorboden. Eine Tannenreihe an der Straße drohte von den Flammen erfasst zu werden. 

Gezielter Einsatz durch strategische Wasserverteilung

Dies und eine weitere Ausbreitung haben die Feuerwehrkräfte aus Tornesch schnell verhindern können. Dazu wurde ein massiver Löschangriff mit mehreren handgeführten Strahlrohren eingesetzt. Insgesamt waren zirka zehn handgeführte Strahlrohre eingesetzt. Dabei wurden vor allem kleine Schläuche eingesetzt - mit denen ein Nachziehen der Schlauchreserven einfacher ist und die Wasservorräte gezielt eingesetzt werden konnten.

Mangelnde Wasserversorgung macht erfinderisch

Die Wasserversorgung selbst gestaltete sich schwierig. Der nächste Hydrant ist zirka 1,5 Kilometer von der Einsatzstelle entfernt an der Feuerwache Tornesch-Ahrenlohe gelegen. Daher richteten die Einsatzkräfte einen Pendelverkehr, zunächst mit zwei, später mit insgesamt fünf wasserführenden Fahrzeugen ein. Gemeinsam mit den nachalarmierten Feuerwehren aus Ellerhoop, Uetersen und Elmshorn konnten somit 14.400 Liter Wasser transportiert werden. Außerdem wurde dem Wasser Schaummittel zugesetzt, welches ein tieferes Eindringen in den Untergrund ermöglicht.

Vierstündiger Großeinsatz verlangt den Einsatzkräften Einiges ab

Vor Ort waren über 100 Einsatzkräfte aus den vier beteiligten Feuerwehren. Außerdem unterstützte der stellvertretender Kreiswehrführer Stefan Mohr die Einsatzleitung vor Ort. Nach über vier Stunden konnten die letzten Einsatzkräfte den Einsatzort verlassen und an die Ahrenloher Feuerwache einrücken, wo das THW Barmstedt die Verpflegung für die Einsatzkräfte sicherstellte.

Text: Kreisfeuerwehrverband Pinneberg

Bild: retter.tv-Symbolbild

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