Nach Reinfall mit Kommandanten: Will Göppingen Augsburg verklagen?

Göppingen | am 12.06.2017 - 09:24 Uhr | Aufrufe: 1859

Die Posse um den Göppinger Feuerwehrkommandanten schien eigentlich ein Ende zu haben (retter.tv berichtete), doch nun könnte es in eine weitere Runde gehen. Der Grund dafür ist, dass sowohl der Kommandant als auch der Staatsanwalt gegen das gefällte Urteil in Revision gehen.

Zunächst sah es so aus, als hätte die Feuerwehr Göppingen nun endlich die Möglichkeit, einen neuen Kommandanten einzustellen. Denn der bisherige Kommandant war Ende Mai in einem Verfahren wegen Untreue bei seinem alten Arbeitgeber, der Feuerwehr Augsburg, zu einer 19 monatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden und müsste daraufhin eigentlich sein Amt niederlegen. Laut der Stuttgarter Nachrichten wurde daraufhin die Kommandanten-Stelle in Göppingen auch schon neu ausgeschrieben, doch nun wendet sich das Blatt erneut. Denn der Kommandant hat, wie auch der Staatsanwalt, Berufung gegen das Urteil eingelegt. Das heißt der Zeitung zufolge für die Stadt Göppingen, dass sie auch weiterhin die verminderten Bezüge an den Kommandanten bezahlen muss - und zwar solange, bis endgültig ein rechtskräftiges Urteil oder auch ein Freispruch in dem Fall vorliegt. Gleichzeitig wolle man aber natürlich endlich auch wieder eine starke Führung und Ruhe bei der Feuerwehr Göppingen. Das würde aber eine doppelte finanzielle Belastung für die Stadt bedeuten, so heißt es weiter.

Gerüchteküche brodelt: Stadt Göppingen erwägt womöglich Klage gegen Augsburg

Deswegen scheint die Stadt Göppingen laut Aussage der Stuttgarter Nachrichten, die sich hierbei auf Insiderinformationen beruft, nun in Erwägung zu ziehen, die Stadt Augsburg als ehemaligen Arbeitgeber des Kommandanten zu verklagen. Denn offenbar liefen die Ermittlungen gegen den Kommandanten schon, als er nach Göppingen wechselte und die Stadt Augsburg soll davon gewusst haben. Ein feiner Zug wäre es daher gewesen, den neuen, potentiellen Arbeitgeber auf diesen Umstand hinzuweisen, findet man wohl in Göppingen. Deshalb liegt dem Bericht zufolge der Schluss nahe, Augsburg nun zur Kasse zu bitten - offizielle Bestätigungen zu dem Vorhaben stehen aber aus. Außerdem, so die Stuttgarter Nachrichten weiter, müsse erst einmal geprüft werden, ob so etwas überhaupt möglich ist. Bis dahin wird die Stadt Göppingen wohl in den sauren Apfel beißen müssen und den Kommandanten weiter bezahlen.

Bild: retter.tv Symbolbild

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