Reetdach-Haus in Gefahr: Feuerwehr löscht Schornsteinbrand in Lütjensee

Wenn es in einem Reetdach-Haus brennt, muss es schnell gehen. In kurzer Zeit kann der ganze Dachstuhl in Brand geraten und das Feuer einen mächtigen Schaden anrichten. Am Freitag wurde die Feuerwehr zu einem Reetdach-Haus alarmiert, weil der Schornstein brannte.

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Zu einem gefährlichen Schornsteinbrand wurde die Feuerwehr am Freitagmittag in Lütjensse (Stormarn) gerufen. In der Straße Seebergen/Ecke Deepenstegen brannte der Schornstein eines großen Reetdach-Hauses.

Schornstein brannte wie eine Fackel

Die Bewohner hatten das drohende Unheil selbst bemerkt, die Feuerwehr gerufen und dann rasch das Haus verlassen. Schon auf der Anfahrt wurden die Kräfte auf starken Funkenflug aus dem Kamin aufmerksam. "Minuten später" brannte der Schornstein wie eine Fackel", sagte der Trittauer Amtswehrführer Reinhard Dabelstein und ließ die Feuerwehr Trittau zur Unterstützung nachalarmieren. Während meterhohe Flammen aus dem Schornstein loderten, wurde eine leistungsstarke Löschwasserversorgung aufgebaut, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Feuerwehr schützt Reetdach vor Funkenflug und Feuer

Denn durch die Hitzestrahlung eines solchen Feuers könnten Deckenbalken oder gar der Dachstuhl in Brand geraten. Um das Reetdach vor Funkenflug und Feuer zu schützen, kam ein Strahlrohr zum Einsatz, mit dessen Sprühstrahl das Dach leicht benetzt wurde. Obergeschoß und Dachboden des Hauses wurde unterdessen von einem Trupp unter Atemschutz erkundet, um festzustellen, ob es erhöhte Temperaturen in den Räumlichkeiten gab. Dazu wurden Decken und Schornsteinwände immer wieder abgetastet, um unverhältnismäßig hohe Temperaturen rasch zu lokalisieren. Außerdem wurden brennbare Gegenstände von der heißen Schornsteinwange abgerückt. Am Schornsteinkopf wurde das Verhalten der Flammen genau beobachtet und die Reinigung des Kamins vorbereitet, die wenig später durch den zuständigen Schornsteinfeger vorgenommen wurde.

Nachdem der Kamin gekehrt war, mussten die Glutreste ins Freie getragen und abgelöscht werden. Nach 90 Minuten war die letzte Glut gelöscht; die Gefahr für das Gebäude gebannt.

Keine Verletzten und geringer Sachschaden

Menschen wurden nicht verletzt. Es entstand geringer Sachschaden. Die Ursache des Brandes dürfte Glanzruß gewesen sein. Das Produkt einer unvollständigen Verbrennung - bildet sich in den Schornsteinwandungen - hatte sich vermutlich entzündet.

Die Feuerwehr war mit 17 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen vor Ort.

Quelle (Bild und Text): Kreisfeuerwehrverband Stormarn

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