Rettungssanitätern angegangen – Angeklagte freigesprochen

Auf einer Silvesterparty wurden Retter beschimpft und angegriffen. Nun fand der Fall vor dem Amtsgericht ein Ende.

Vor dem Amtsgericht Reinbek wurde diese Woche ein Fall über eine ausufernde Silvesterparty von vor einem Jahr verhandelt. Damals war laut Bergedorfer Zeitung bei einer Party mit circa 20 Personen die kleine Schwester (13) der Gastgeberin derart betrunken, dass ein Rettungswagen gerufen werden musste. Die Besatzung wollte dem Mädchen sofort helfen, jedoch war dies aufgrund der Menschenmenge im Wohnzimmer nur schwer möglich. Deshalb forderten die Sanis die Partygäste auf Platz zu machen. Da dies jedoch nicht der Fall war, drohten sie damit polizeiliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Daraufhin brannten bei einigen Gäste die Sicherungen durch und beschimpften die Retter als „Hurensöhne“, „Schweine“ und „Scheißsanis“. Einem Retter wurde sogar der Rettungsrucksack vom Rücken gerissen.

Angeklagte wird freigesprochen

Bei der Gerichtsverhandlung schließlich wurde keiner dieser Punkte bestritten, jedoch konnte die Angeklagte glaubhaft versichern, dass sie weder ausfallend noch handgreiflich wurde. Während sich die Schwester betrank, war sie selbst gerade bei den Nachbarn, habe jedoch Erwachsenen beauftragt, auf das 13-jährige Kind Acht zu geben. Nichtsdestotrotz wurde ein Mitangeklagter zu einer Geldstraße von 1200 Euro verurteilt. Ihm konnten die dreisten Vorfälle nachgewiesen werden.

Bild: retter.tv Symbolbild

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