Rheinland-Pfalz: Der Feuerwehrführerschein kommt

Rheinland-Pfalz | am 15.01.2012 - 13:57 Uhr | Aufrufe: 3408

„Endlich ist eine kostengünstige und unbürokratische Lösung für unsere freiwilligen Feuerwehren da“, freut sich der Bundestagsabgeordnete Peter Bleser nach Verabschiedung des Gesetzes für den sogenannten Feuerwehrführerschein.

Symbolbild FeuerwehrMit der Siebten Änderung des Straßenverkehrsgesetzes ist die Einsatzfähigkeit der Fahrzeuge bei freiwilligen Feuerwehren, Rettungsdiensten, Technischem Hilfswerk und Katastrophenschutz gesichert.

„Viele Vereine der freiwilligen Feuerwehr hatten Alarm geschlagen, dass sie keine Nachwuchsfahrer mehr hätten“, so Bleser. Nach der EU-Führerscheinrichtlinie von 1999 reichte der PKW-Führerschein nicht mehr aus, um Fahrzeuge zwi-schen 3,5 t und 7,5 t zu steuern. Da selbst kleinere Einsatzfahrzeuge der freiwilligen Feuerwehr und der Hilfsdienste bereits 3,5 t überschreiten, bestand zunehmend die Gefahr, nicht mehr genug ehrenamtlich tätige junge Fahrzeugführer zu finden.

Nachdem der Bundestag das Gesetz verabschiedet hat, müssen die Landesregierungen nach dem Inkrafttreten im Juni 2011 entsprechende Rechtsver-ordnungen erlassen.

Die Regelungen für den Erwerb des Feuerwehrfüh-rerscheins sind einfach und unbürokratisch: Die Bewerber müssen seit mindestens 2 Jahren im Besitz einer Fahrerlaubnis der Klasse B sein. Sie müssen in das Führen von Einsatzfahrzeugen bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 4,75 t eingewiesen worden sein. Die Fahrberechtigung ist bundesweit gültig. Die Einweisung und Prüfung erfolgt organisationsintern oder wahlweise auch durch Fahrlehrer. Einweiser oder Prüfer kann sein, wer das 30. Lebensjahr vollendet hat, mindestens seit 5 Jahren im Besitz der Fahrerlaubnis der Klasse C1 ist, zum Zeitpunkt der Einweisungs- und Prüfungsfahrten mit nicht mehr als 3 Punkten belastet ist oder Fahrlehrer im Sinne des Fahrlehrergesetzes ist.

Quelle: prport.net

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