Rio de Janeiro: Feuerwehr und Polizei protestieren gegen Sparmaßnahmen

Rio de Janeiro | am 06.07.2016 - 08:42 Uhr | Aufrufe: 332

„Wer auch immer nach Rio de Janeiro kommt wird nicht sicher sein.“ Mit dieser erschreckenden Aussage protestieren Feuerwehrleute und Polizei nur einen Monat vor Start der Olympischen Spiele in Brasilien.

Symbolbild BlaulichtWie theguardian.com berichtet, gehen momentan Polizisten und Feuerwehrleute in Rio de Janeiro auf die Straße, um gegen die Sparmaßnahmen der Stadt zu protestieren.  Demnach wurde Polizeihubschrauber die Starterlaubnis entzogen und auch Einsatzfahrzeuge sind gezwungen im Depot zu bleiben,  da Benzin gespart werden soll. Die Beamten sind teilweise auf Spenden angewiesen, um Stifte und sogar Toilettenpapier besorgen zu können. Grund für die drastischen Sparmaßnahmen ist eine der schlimmsten Rezessionen in Brasilien. Rio hat erst kürzlich den Finanznotstand ausgerufen.

„Willkommen in der Hölle“

Dass aber ausgerechnet bei den Sicherheitsbehörden dermaßen eingespart wird, trifft bei den Betroffenen auf Unverständnis: „Wie sollen sich die Menschen in einer Stadt ohne Sicherheit beschützt fühlen?“, fragen Polizei und Feuerwehr. Sollten noch weitere Kürzungen auf Polizei und Feuerwehr zukommen, kann der Schutz der Bevölkerung und der Besucher während der Olympischen Spiele nicht mehr sichergestellt werden. Am Montag protestierten Polizisten und Feuerwehrleute am Flughafen von Rio de Janeiro und begrüßten Reisende mit den Worten: „Willkommen in der Hölle. Polizisten und Feuerwehrleute werden nicht bezahlt, wer auch immer nach Rio de Janeiro kommt wird nicht sicher sein.“

Quelle: The Straitstimes

Bild: retter.tv Symbolbild

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