Schrecklicher Brand in Stormarn: Zwei Tote bei Feuer im Einfamilienhaus

Bei einem dramatischen Brand in Grande kamen zwei Menschen ums Leben. Der schreckliche Brand verlangte den Einsatzkräften alles ab: Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. 

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Am Freitagmorgen wurde die Feuerwehr mit den Einsatzstichworten "Brennt Einfamilienhaus/Menschenleben in Gefahr" zu einem Feuer in die Granderheider Straße in Grande gerufen.

Dichter Rauch quillt aus Gebäude

Als die Einsatzkräfte der Feuerwehren Grande, Kuddewörde, Witzhave, Rausdorf und Großensee am Einsatzort eintrafen, quoll aus dem gesamten Gebäude dichter Rauch. Auch im Obergeschoß waren Flammen sichtbar. Während die Löschwasserversorgung aufgebaut und der Außenangriff vorbereitet wurden, drangen zwei Trupps unter Atemschutz durch Haustür und einem Nebeneingang in das stark verqualmte Einfamilienhaus vor.

Feuerwehrleute finden leblose Personen

Auf der Treppe zum Obergeschoß fanden die Kräfte eine männliche leblose Person auf. Im Schlafzimmer im ersten Stockwerk entdeckten sie eine leblose weibliche Person. Beide wurden geborgen und dem Rettungsdienst übergeben. Sofort eingeleitete Wiederbelebungsversuche durch einen Notarzt blieben erfolglos. Der Arzt konnte nur noch den Tod beider Personen feststellen. Vermutlich handelt es sich bei ihnen um die Bewohner des Hauses - einen 48-jähriger Mann und seine 45-jährige Frau. Auch die beiden Hunde des Ehepaares konnten nur noch tot geborgen werden.

Löscharbeiten gestalten sich schwierig

Die Flammen im Gebäude wurden mit mehreren C-Rohren durch Innen- und Außenangriff bekämpft. Da sich das Feuer auf den Dachbereich des Gebäudes ausgebreitet hatte, wurde eine Drehleiter aus Schwarzenbek (Herzogtum Lauenburg) nachalarmiert. "Die Löscharbeiten im oberen Stockwerk und Dachbereich gestalteten sich schwierig", sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Jochen Weno (Wehrführer Rausdorf). Um hier an die Flammen heran zu kommen, mussten wir das Pfannendach großflächig aufnehmen". Wegen der starken Rauchentwicklung im gesamten Gebäude, arbeiteten die Kräfte unter Atemschutz.

Seelsorger betreuen Helfer und Angehörige

Um 10.10 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. 40 Minuten später konnte "Feuer aus" gemeldet werden. Die Aufräumungsarbeiten dauerten bis in den frühen Nachmittag an. Das Gebäude wurde fast vollständig zerstört. An den Brandort gerufen wurden auch vier Mitarbeiter des Stormarner ASB-Kriseninterventions-Teams und eine Seelsorgerin aus Trittau. Sie betreuten Angehörige, Nachbarn und Helfer.

Die Brandursache ist unbekannt. Unmittelbar nach Abschluss der Löscharbeiten, begannen Experten der Kriminalpolizei mit ihren Ermittlungen. Der Brandort wurde zunächst beschlagnahmt.

Die Feuerwehr war mit 60 Kräften und 14 Fahrzeugen im Einsatz. Außerdem vor Ort, Rettungsdienst und Notarzt mit einem Notarzt-Einsatzfahrzeug (NEF) und einem Rettungswagen (RTW).

Quelle: Kreisfeuerwehrverband Stormarn

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