Schreckstunde in Weiß: Nach Verkehrsunfall sickert Milch ins Erdreich

Bergisch Gladbach | am 22.03.2018 - 09:48 Uhr | Aufrufe: 257

Ein Milchlaster rutscht in den Graben und verliert dabei seine gesamte Ladung. Tausende Liter Milch sickern in das Erdreich und auch das Wasser wird milchig. Gefahr für die Bevölkerung besteht allerdings nicht. Bilder dazu gibt es in unserer Bildergalerie: http://bit.ly/2pAYmsv

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Die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises wurde heute Nacht um 01:41 Uhr über einen Verkehrsunfall auf der Straße zwischen dem Stadtteil Herkenrath und dem Ortsteil Spitze der Gemeinde Kürten informiert. Der Anrufer teilte mit, dass im Verlauf der Straße ein LKW in einen Graben gerutscht sein solle. Die Leitstelle entsandte umgehend die Besatzungen der hauptamtlichen Wache Süd sowie einen Rettungswagen an die Einsatzstelle. Bei Eintreffen der ersten Kräfte stellte sich heraus, dass eine LKW-Zugmaschine mit einem Sattelauflieger die Böschung der Landstraße abgerutscht war und auf der Seite lag.

Schaden an Fahrer und Fahrzeug

Der Fahrer des LKW hat sich bei dem Unfall Verletzungen zugezogen, wurde durch das Rettungsdienstpersonal versorgt und mit dem Rettungswagen in ein örtliches Krankenhaus gebracht. Bei dem Sattelauflieger handelte es sich um einen Lebensmitteltankwagen mit rund 18 Tonnen Milch als Ladung. Alle 3 Kammern des Tankwagens wurden durch den Aufprall auf der Seite derart beschädigt, dass die Milch ins Erdreich gelangte. Ein Auffangen der Milch war der Feuerwehr nicht möglich. Der nachalarmierte Einsatzführungsdienst (B-Dienst) der Feuerwehr Bergisch Gladbach koordinierte gemeinsam mit der Polizei und der Unteren Wasserbehörde des Rheinisch-Bergischen Kreises die Bergung des havarierten LKW. Mit der Bergung des LKW wurde ein Fachunternehmen beauftragt. Dieses begann am Morgen mit den Arbeiten und konnte den LKW in wenigen Stunden bergen. Die Strecke zwischen Herkenrath und Spitze wurde dazu voll gesperrt.

Milch im Grundwasser?

Gegen Morgen meldeten sich Anwohner, dass es im Bereich des Asselborner Baches zu einer Verfärbung des Wassers gekommen sei. Dies wurde gemeinsam mit der Unteren Wasserbehörde und den Einsatzkräften kontrolliert. Im Auftrag der Unteren Wasserbehörde wurde gegen 10:30 Uhr der ehrenamtliche Löschzug Bensberg der Feuerwehr Bergisch Gladbach in den Asselborner Weg alarmiert, um dort den Bachlauf aufzustauen und das mit Milch verunreinigte Wasser mittels Pumpen weiträumig auf den angrenzenden Feldern zu verteilen. Diese Maßnahme zeigt schnell Wirkung. Im Bereich der Strunde zwischen den Stadtteilen Herrenstrunden und der Stadtmitte kann es aber nach wie vor zu einer leichten milchigen Verfärbung des Wassers kommen. Eine Gefahr für Menschen, Tiere und die Umwelt besteht laut Aussage der Unteren Wasserbehörde nicht.

Bildquelle: Feuerwehr Bergisch Gladbach

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