Stadt Hettstedt will Ehrenamt würdigen: Feuerwehrrente für aktive Feuerwehrleute

Hettstedt | am 26.07.2012 - 11:06 Uhr | Aufrufe: 2788

Gute Stimmung bei der Feuerwehr in Hettstedt: Der Stadtrat machte am Dienstagabend den Weg frei für eine Feuerwehrrente; mitfinanziert von der Stadt Hettstedt. Bei Interesse wird nun für jedes aktive Feuerwehrmitglied eine Art Sparbuch angelegt.

Symbolbild FeuerwehrGrund zur Freude: Die aktiven Kameraden der Feuerwehr in Hettstedt sollen eine Feuerwehrrente bekommen. Sowohl die Stadt Hettstedt zahle, als auch die Feuerwehrler bei Interesse, so der Bürgermeister Danny Kavalier. Die Kameraden können sich dann – wenn sie ihr Rentenalter erreicht haben – das Geld wahlweise auf einen Schlag oder monatlich auszahlen lassen.

Stadt Hettstedt investiert 10.300 Euro im Jahr für Feuerwehrrente

Die Stadt investiert dabei 10.300 Euro im Jahr. Aufgeteilt wird das Geld auf alle aktiven Feuerwehrleute der Feuerwehren Hettstedt, Burgörner, Ritterode und Walbeck. Mit der Feuerwehrrente als Anreiz sollen langfristig neue Kameraden gewonnen und gebunden werden.

Ehrenamt und Einsatzbereitschaft der Löschkräfte stärker anerkennen

Der Vorschlag zu der Investition kam von Stadtrat Andreas Koch. Man wolle das Ehrenamt dadurch mehr würdigen und die Einsatzbereitschaft der Löschkräfte noch stärker anerkennen, so der Stadtrat. Der Vorschlag sei auch überraschend schnell umgesetzt worden. Zwei Monate, nachdem Koch den Vorschlag eingebracht hatte, reagierte die Verwaltung schon. Den Feuerwehrleuten kommt das zugute: Denn die Öffentliche Versicherung Sachsen-Anhalt (ÖSA) kann so früher die Verhandlungen zu den Konditionen aufnehmen.

Skepsis: Kontinuität der Zahlungen nicht gegeben

Doch nicht alle Einsatzkräfte zeigen Begeisterung gegenüber der Rente. Zwar sei es schön, dass etwas für die Feuerwehrkräfte getan werde, so Feuerwehrmann und Stadtrat Frank Nestler. Doch er sei skeptisch, da die Stadt jedes Jahr neu entscheiden könne, ob sie den Beitrag zahlt oder nicht. Geräte die Stadt Hettstedt in Zahlungsschwierigkeiten, könne sie die Zahlungen aussetzen. Kontinuität sei so nicht gegeben.

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Bild: retter.tv Archivbild

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