Studie der Wiesbadener Feuerwehr: Kohlenmonoxid-Messgeräte zwingend notwendig

Wiesbaden | am 27.07.2012 - 10:14 Uhr | Aufrufe: 1879

Bundesweit einzigartige Studie: Seit August 2011 führte die Feuerwehr Wiesbaden eine Studie zu Unfällen mit Kohlenmonoxid (CO) durch. Es wurde dabei deutlich, dass CO-Messgeräte ein unbedingt notweniger Schutz seien. Die Städte in Hessen ziehen nun Konsequenz.

Symbolbild FeuerwehrSeit Beginn der Studie im August 2011 tragen die Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr Wiesbaden im Einsatz ein Gasmessgerät. Das Gerät warnt vor CO-Konzentrationen in der Luft. So konnte bei Einsätzen vor Ort sofort festgestellt werden, ob das giftige CO-Gas ausgetreten war. In der deutschlandweit einzigartigen Studie wurde festgestellt, dass diese Geräte für Feuerwehr und Notarzt unbedingt nötig seien. Aufsehen erregte die Studie zuerst im November vergangenen Jahres. Dank der Messgeräte konnten die Einsatzkräfte bei einem CO-Unfall richtig reagieren.

Hessens Städte ziehen Konsequenz

Aus der Studie der Wiesbadener Feuerwehr zu Kohlenmonoxid-Unfällen ziehen nun mehrere Städte in Hessen Konsequenz. Noch bevor die Studie abgeschlossen war, entschieden sich noch viele andere Städte – unter anderem Frankfurt, Mainz und Kassel – ihre Einsatzkräfte mit CO-Messgeräten auszurüsten. Bevor die Wiesbadener Studie an den Start ging, war diese Ausrüstung in Deutschland nicht üblich; nur in Wien gehörten die Messgeräte zum Standard bei den Einsatzkräften.

Rettungswagen entsprechend ausgerüstet

Die Studie der Wiesbadener Feuerwehr zog große Kreise. Auch die Rettungswagen wurden entsprechen ausgerüstet. Und auch die Wiesbadener Asklepius-Klinik reagierte: Die Druckluftkammer ist jetzt rund um die Uhr einsatzbereit.

Gefährliches Gas: Unsichtbar und nicht zu riechen

Die Notwendigkeit der Messgeräte liegt an der Gefährlichkeit des Gases: Kohlenmonoxid ist weder zu riechen, noch zu sehen. Um das Gehirn oder das Herz zu schädigen, reichen zum Teil weniger Atemzüge aus. Immer wieder sterben Menschen unbemerkt an dem Gas. Meist sind unzureichend belüftete Kamine oder undichte Heizungsanlagen eine Ursache für Unfälle mit Kohlenmonoxid, so das Ergebnis der Studie. Meist häufen sich die Unfälle im Winter, da das Gas bei der Verbrennung organischer Stoffe entsteht.

Weitere Informationen zu der Studie der Wiesbadener Feuerwehr und den CO-Messgeräten finden Sie hier.

Bild: retter.tv Archivbild


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