Tödliche Falle: Drei Feuerwehrmänner sterben bei mutwillig ausgelöster Gasexplosion

In Italien kamen bei einer Gasexplosion drei Feuerwehrmänner ums Leben. Mittlerweile hat der Besitzer des Grundstücks gestanden: Er hatte die Explosion geplant.

Weil er hoffte so seine Schulden abbezahlen zu können, soll ein Italiener aus der norditalienischen Provinz Alessandria seinen eigenen Hof in die Luft gesprengt haben. Laut dem Nachrichtenportal Südtirol News hatte der Mann sieben Gasflaschen bei verschiedenen Anbietern gekauft und mit einem Timer ausgestattet. Der Plan war es, die Flaschen um 1:30 Uhr nachts explodieren zu lassen, um die Versicherungssumme von eineinhalb Millionen Euro zu kassieren.

Tödliche Falle

Eine der Flaschen löste aber zu früh aus und führte zu einer kleineren Explosion, aufgrund derer die Nachbarn die Feuerwehr alarmierten. Die Kameraden rückten aus und begaben sich auf das Grundstück - Unwissend, was in dem alten Gebäude auf sie wartete. Der Hofbesitzer warnte die Einsatzkräfte nicht, auch wenn er von den verbleibenden Gasflaschen wusste.

Jede Hilfe kam zu spät

Wie „geplant“ kam es schließlich zu einer gewaltigen Explosion, die das Gebäude zum Einstürzen brachte. Drei Feuerwehrmänner, die mit den Aufräumarbeiten der ersten Detonation beschäftigt waren, verstarben. Laut Informationen von Südtirol News erlitten zwei weitere Kameraden und ein Carabiniere teilweise schwere Verletzungen.

Keine Mordabsichten

Der Hofbesitzer hat der Polizei gegenüber gestanden. Er habe niemanden töten wollen. Trotzdem muss sich der Mann nun gegen den Vorwurf der vorsätzlichen Tötung und Körperverletzung verteidigen – denn er hätte genug Zeit gehabt, die Einsatzkräfte vor ihrem Schicksal zu bewahren.

 

Bild: retter.tv Symbolbild

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