Unglück bei Pharmazie-Feier in Jena: 13 Studenten bei gefährlichem Feuer-Ritual verletzt

Tradition führte zu einem Unglück: Zu Semesterende wollten die Pharmaziestudenten in Jena ihre Laborkittel verbrennen. Doch was als spaßige Tradition begann führte zu einem gefährlichen Vorfall, bei dem 13 Menschen verletzt wurden.

Am Mittwoch trafen sich mehr als hundert Pharmaziestudenten auf dem Campus in Jena am den Abschluss ihres Semesters zu feiern. Nach einer alten Tradition beträufelten die Studenten ihre Laborkittel mit Alkohol und verbrannten sie in einer Tonne.

Junger Mann schleudert brennende Flasche in die Menge

Doch dabei geschah das Unglück: Ein 21-Jähriger kam mit der Ethanolflasche zu nahe an das Feuer – es kam zu einer Verpuffung, ausströmende Gase entzündeten sich. Der junge Mann reagierte reflexartig und schleuderte die brennende Flasche von sich. Die Flasche flog dabei in die umstehende Zuschauermenge, so die Polizei.

13 Studenten in Jena verletzt

Mit einem Großaufgebot trafen Feuerwehr und Rettungsdienst auf dem Gelände der Universität ein. Nach Angaben der Polizei, erlitten drei Frauen im Gesicht, am Oberkörper und an den Armen großflächige Brandverletzungen. Weitere zehn Studenten wurden leicht verletzt.

Brandverletzte mit Hubschrauber in Klinik geflogen

Die leicht verletzten Personen konnte die Uniklinik nach einer ambulanten Versorgung wieder verlassen, so die Universität Jena. Die schwerer verletzten Frauen mussten wegen der schweren Verbrennungen per Hubschrauber in Brandverletzungskliniken nach Halle und Leipzig transportiert werden.

Die Leitung der Universität Jena reagierte bestürzt: In einer Erklärung wies die Uni-Leitung darauf hin, dass es sich bei der Veranstaltung um eine Feier gehandelt habe, welche von den Pharmazie-Studenten selbst organisiert wurde.

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Bild: retter.tv Archivbild

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