Unglück in Arnstein: So wollte der Feuerwehr-Kommandant seine Kameraden schützen

Arnstein | am 01.02.2017 - 12:22 Uhr | Aufrufe: 12722

Nach dem schrecklichen Fund von sechs toten Jugendlichen in einem Gartenhäuschen in Arnstein (retter.tv berichtete) betrat der Feuerwehrmann als erster den Unglücksort, um seine Kameraden zu schützen.

Es war ein grausamer Fund, den ein Vater am Sonntag in Arnstein machte: Er entdeckte seine beiden Kinder und vier ihrer Freunde tot nach einer Party in einer Gartenlaube (retter.tv berichtete). Ein Anblick, der auch erfahrene Einsatzkräfte mitnimmt. So auch den Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr, der als erster am Unglücksort eintraf. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, betrat Jürgen Illek, seit 1970 bei der Feuerwehr, zunächst alleine das Gartenhäuschen – und untersagte seinen Kameraden daraufhin, die Laube selbst zu betreten.

„So etwas Schlimmes habe ich nie erlebt“

Denn was er dort sehen musste, wollte er seinen Leuten nicht zumuten: Sechs tote Teenager saßen in der Hütte. Alle im Alter von 18 und 19 Jahren. Gegenüber der Augsburger Allgemeinen erklärte Illke, dass er so etwas Schlimmes noch nie erlebt habe. Viele seiner Feuerwehrleute sind im gleichen Alter wie die verstorbenen Jugendlichen und er wollte sie schützen. Man wisse nie, wie Menschen so etwas verkraften würden, sagte er. Es seien Bilder, die einen einholen.

Bild: retter.tv Symbolbild

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