Urteil: Geschwindigkeitsübertretung für Feuerwehrleute nicht grundsätzlich erlaubt

Offenburg | am 20.02.2017 - 09:09 Uhr | Aufrufe: 78910

Dass Feuerwehrleute oder andere Rettungskräfte auf dem Weg zu einem Einsatz auch im Privatwagen bis zu einem gewissen Grad zu schnell fahren dürfen, ist inzwischen bekannt. Doch in einem maßvollen Rahmen muss dies geschehen, sonst droht eine Verurteilung wie im vorliegenden Fall.

Wie Die Welt berichtet, hat das Amtsgericht Offenburg einen Feuerwehrmann zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er unterwegs zu einem Einsatz im Privatfahrzeug zu schnell war. Er wurde mit einer Geschwindigkeitsübertretung von 89 km/h innerorts erwischt, so heißt es weiter, und stand deshalb nun vor Gericht. Zwar ist im Einzelfall erlaubt, Sonderrechte in Anspruch zu nehmen, aber sollte dabei ein gewisses Maß nicht überschritten werden. In einem anderen Fall, so die Zeitung, war bereits entschieden worden, dass eine Geschwindigkeitsübertretung innerorts von höchstens 28 km/h gerade noch tolerierbar sei, wenn es sich um eine Einsatzfahrt handelt.

Richter zeigt sich milde

Der Angeklagte war laut dem Bericht von Die Welt allerdings um 39 km/h zu schnell. Normalerweise hätte ihm noch eine Geldbuße von 160 Euro sowie ein einmonatiges Fahrverbot gedroht. Das Gericht ließ jedoch strafmildernd gelten, dass der Angeklagte mit dem Ziel der Rettung die Geschwindigkeit überschritten hatte und verurteilte ihn deshalb nun zu 80 Euro Geldstrafe, so die Zeitung weiter.

Bild: retter.tv Symbolbild

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