VIDEO: Gaffer filmen und gefährden Retter bei tödlichem Unfall

Rastatt Autobahn BAB5 | am 17.01.2018 - 17:53 Uhr | Aufrufe: 795

Ein Horrorunfall mit einem zerstörerischen Schadensbild hat sich den Einsatzkräften auf der Autobahn BAB5 bei Rastatt geboten. Drei Personen wurden verletzt und eine Frau stirbt. Zahlreiche Gaffer filmen und behindern die Rettungskräfte.

Der Fahrer eines Sattelzuges war auf der A5 in nördlicher Fahrtrichtung von Rastatt in Richtung Karlsruhe unterwegs. Aufgrund der Dauerbaustelle kam es zu einem enormen Rückstau.

Diesen Rückstau erkannte der Fahrer eines Sattelzuges nicht und raste ungebremst in das Stauende. Er schob zwei weitere Laster zusammen und zerquetschte schließlich einen Kleinwagen.

Die 28-Jährige Fahrerin des Hyundai war sofort tot. Der 28-Jährige Beifahrer wurde schwer in dem völlig zerstörten Fahrzeug eingeklemmt. Die Feuerwehr Rastatt wurde mit einem Rüstzug alarmiert. Die Einsatzkräfte befreiten den lebensgefährlich verletzten Beifahrer aus dem Wrack. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen.

Des Weiteren wurden zwei LKW-Fahrer mit leichteren Verletzungen, rettungsdienstlich versorgt und mit dem Rettungswagen in Kliniken transportiert.

In einem Sattelzug waren große Tanks mit Gefahrstoffen geladen, In einem Sattelzug waren große Tanks mit Gefahrstoffen geladen, Dabei handelte es sich um Schmier,-Kunststoff,-Wasser- und Ölgemische. Diese wurden durch die Feuerwehr unter Atemschutz kontrolliert. Jedoch konnte glücklicherweise kein auslaufendes Gefahrgut festgestellt werden.

Ein großes Problem bereitete mal wieder die Rettungsgasse. Die ersten Einsatzkräfte hatten große Probleme durch den Stau zu gelangen. Dabei ist es so einfach eine Rettungsgasse zu bilden. Doch LKW und PKW standen in der Gasse und blockierten den Weg für die Einsatzfahrzeuge.

Des Weiteren erschwerten Gaffer die Arbeit der Einsatzkräfte am Einsatzort enorm. Nachdem der linke Fahrstreifen für den Verkehr wieder freigegeben wurde, rollte der Verkehr auf dieser Fahrspur an der Einsatzstelle vorbei. Doch anstatt an Geschwindigkeit aufzunehmen und den nachfolgenden Verkehr nicht zu behinderten, schlichen viele Autofahrer vorbei und bremsten ab um möglichst viel vom Unfallgeschehen zu sehen und gaffen zu können. Teilweise schauten die Fahrer nicht mehr auf die Fahrbahn, was die Unfallgefahr und damit ein erhöhtes Risiko für die arbeitenden Einsatzkräfte darstellte.

Besonders dreist: Viele Autofahrer filmten mit ihren Smartphones das Unfallgeschehen aus den fahrenden Fahrzeugen heraus. Mit dem Handy in der Hand oder auf dem Lenkrad angelehnt wurden Bilder und Videos gemacht.

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