VIDEO: Tödlicher Massencrash - Feuerwehr befreit 4 Eingeklemmte

Waghäusel | am 19.12.2017 - 16:27 Uhr | Aufrufe: 1440

Ein verheerender Massencrash mit insgesamt 4 Fahrzeugen forderte am Montagabend ein Todesopfer und 3 Schwer- bis Lebensgefährlich- und 1 Leichtverletzter. Auch ein Kind befindet sich in Lebensgefahr. Der Hergang des Unfalls lässt der Polizei noch einige Fragen offen.



Den ersten Erkenntnissen zu Folge, befuhr der 29-Jährige Fahrer aus Ubstadt-Weiher mit seinem VW Passat die L560 (alte B36) zwischen Waghäusel und Wiesental. Plötzlich fährt er mit hoher Geschwindigkeit nach links auf die Gegenfahrbahn.

In der Folge kam es zum seitlich versetzten Frontalcrash mit einem entgegenkommenden blauen Renault. Beide PKW versuchten auszuweichen und der VW krachte schließlich in einen entgegenkommenden Hyundai i20, welcher von einem 39-Jährigen aus Hambrücken gesteuert wurde. Der silberne Hyundai, wurde durch die enorme Wucht über die Leitplanke hinweggeschleudert und landete im angrenzenden Wald in einer Böschung. Anschließend fuhr der 30-Jhrige Fahrer eines schwarzen Kleinwagen, mit einem 8-Jährigen Jungen auf dem Rücksitz in den VW frontal auf.

Umgehend wurde ein Großalarm für knapp 100 Einsatzkräfte ausgelöst. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Waghäusel und Graben-Neudorf rückten mit mehreren Rüstzügen an. Der Pressesprecher der Feuerwehr, Herr Werner Rüssel, beschrieb das Schadensausmaß beim Eintreffen der Einsatzkräfte als „Unglaubliches Bild der Verwüstung“. Die vier Fahrzeug standen total beschädigt an der Unfallstelle. Mehrere Personen waren in den Fahrzeugen eingeklemmt und schrien um Hilfe.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr bereiteten sofort mehrere hydraulische Rettungssätze vor. Insgesamt waren 4 Personen in den Fahrzeugen schwerst eingeklemmt. Der 29-Jährige Fahrer des silbernen VW Passat hatte sein Fahrzeug voll mit Werkzeug bis unter das Dach beladen. Er wurde schwer in seinem PKW eingeklemmt. Auch der 30-Jährige Fahrer des schwarzen Kleinwagens und ein 8-Jähriges Kind wurden schwerst eingeklemmt. Alle drei Insassen wurden aufwendig aus den Fahrzeugen geretteten und anschließend mit schweren bis lebensgefährlichen Verletzungen in umliegende Kliniken und der Jugendliche in die Kinderklinik verbracht.

Der 39-Jährige Fahrer des silbernen Hyundai, welcher mit seinem PKW über die Leitplanke hinweg eine Böschung hinabgeschleudert wurde, verstarb noch an der Unfallstelle. Er war so schwer eingeklemmt, dass jede Hilfe zu spät kam. Mit der Seilwinde des Rüstwagens, sicherten die Einsatzkräfte das Fahrzeug gegen abrutschen und bargen im Anschluss den Toten aus seinem völlig zerdrückten Fahrzeug.

Die Temperaturen lagen um die 2 Grad. Die Straße und der Abhang waren rutschig. Die Einsatzkräfte mussten daher bei der Rettung und Bergung unter erhöhter Vorsicht vorgehen. Zahlreiche Notärzte und Rettungsteams kämpften um das Überleben der PKW-Insassen. Im Nachgang wurde abgeklärt ob eines PSNV (Psychologische Notfallseelsorge) für die Einsatzkräfte und Unfallbeteiligten angefordert werden musste. Die Belastung bei solch schweren Einsätzen ist oftmals sehr groß.

Die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mit knapp 100 Kräften stundenlang im Einsatz. Die Feuerwehr war mit den Wehren aus Waghäusel und Graben-Neudorf mit etwa 52 Einsatzkräften vor Ort. Der Rettungsdienst war mit 5 Rettungswagen und zwei Notärzten, sowie der DRK Bereitschaften aus Waghäusel, mit insgesamt etwa 25 Rettungskräften vor Ort. Die Polizei war mit zahlreichen Streifenwagen und 12 Kräften vor Ort. Die Landesstraße ist bis etwa Mitternacht voll gesperrt. Ein Sachverständiger wird die Unfallursache rekonstruieren. Der Verkehr wird innerorts umgeleitet.

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