Verpuffung in Industriepark: Feuerwehr Frankfurt warnt vor Gesundheitsgefährdung

Frankfurt am Main | am 20.11.2012 - 08:07 Uhr | Aufrufe: 1906

Am heutigen Dienstagmorgen kam es im Industriepark Höchst in Frankfurt am Main zu einer Verpuffung. In der Folge kam es zu einem Brand, den die Werkfeuerwehr innerhalb kurzer Zeit löschen konnte. Allerdings gab die Feuerwehr Frankfurt eine Warnmeldung aufgrund möglicher Gesundheitsgefährdungen im Bereich des Industrieparks Höchst heraus.

Symbolbild FeuerwehrUm 8.07 Uhr kam es am heutigen Dienstag, den 20.11.2012, in einem Betrieb der Infraserv Höchst im Industriepark zu einer Verpuffung. Die Ursache ist bisher noch ungeklärt. In der Folge kam es zu einem Brand, welcher von der Werksfeuerwehr aber innerhalb weniger Minuten gelöscht werden konnte. Glücklicherweise wurden keine Personen verletzt.

Rußniederschläge in Sindlingen

In dem an den Industriepark angrenzenden Stadtteil Sindlingen kam es allerdings zu Rußniederschlägen, deren Inhalt zurzeit untersucht wird. Von der Rauchwolke selbst ging für die Mitarbeiter des Industrieparks und die Anwohner keine Gefahr aus. Allerdings war in Sindlingen leichter Brandgeruch wahrnehmbar.

Feuerwehr Frankfurt warnt vor Gesundheitsgefährdung

Im Zuge einer möglichen Gesundheitsgefährdung durch den noch undefinierten Rußniederschlag hat die Feuerwehr Frankfurt heute eine Warnmeldung herausgegeben. So können derzeit gesundheitliche Beeinträchtigungen in diesem Bereich nicht ausgeschlossen werden. Der Bereich des Rußniederschlags sollte unbedingt gemieden werden. Personen die sich im betroffenen Bereich aufhalten wird vorsorglich empfohlen, jeden Kontakt mit den niedergeschlagenen Stoffen vermeiden, sowie diese möglichst nicht in Räumlichkeiten einzuschleppen. Die Feuerwehr Frankfurt weißt außerdem daraufhin auf Rundfunk- oder Lautsprecherdurchsagen zu achten.

Kontakt mit verunreinigten Gegenständen vermeiden


In den festgestellten Rußniederschlägen können Schadstoffe enthalten sein, von welchen eine Gesundheitsgefahr ausgehen kann. Vorsorglich sollten daher Hautkontakte mit Gegenständen, die durch Ruß verunreinigt sind, vermieden werden. Falls es zu Hautkontakt gekommen ist, sollte der Ruß mit Wasser und Seife abgewaschen werden. Die Bevölkerung in den betroffenen Bereichen von Sindlingen werden durch Lautsprecherdurchsagen der Polizei und durch Handzettel gewarnt. Schulen und Kindergärten wurden separat informiert.

Die Bestimmung der im Ruß enthaltenen Stoffe erfolgt zurzeit. Dies kann aufgrund der dazu notwendigen umfangreichen Analyseverfahren einige Tage in Anspruch nehmen. Vorsorglich sollte der Kontakt mit dem Ruß weiter vermieden werden.

In betroffenem Betrieb wird Abfall der chemischen Industrie verbrannt

In dem betroffenen Betrieb, einer Verbrennungsanlage, werden Abfälle aus der chemischen Industrie fachgerecht entsorgt. Die Rückstände der Chemie-Industrie werden dort bei höchsten Temperaturen verbrannt. Bei der Verbrennung können abhängig von den Ausgangsstoffen verschiedene, zum Teil auch giftige Stoffe entstehen, die dank den Filteranlagen der Rückstandsverbrennungsanlage in der Abluft nicht mehr nachweisbar sind. Bei dem heutigen, schnell gelöschten Brand kam es außerhalb der Anlage nur zu einer sehr kurzzeitigen Freisetzung einer Rauchwolke.

Quelle: Industriepark Höchst

Bild: retter.tv Archivbild

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