Vollalarm für die Feuerwehr: Mann liegt bewusstlos vor dem Haus

Erkrath | am 03.06.2018 - 10:37 Uhr | Aufrufe: 1043

Die hauptamtliche Wache sowie zwei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr wurden am Samstagabend zu einem gemeldeten Wohnungsbrand alarmiert. Noch auf der Anfahrt informierte die Leitstelle den Einsatzleiter über eine bestätigte Feuermeldung in einem Mehrfamilienhaus.

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Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte unter Vollalarm stand eine Zweizimmerwohnung im 1. Obergeschoss bereits im Vollbrand und die Flammen schlugen an der Gebäuderückseite schon an die Traufkante des Daches. Der Wohnungsmieter der Brandwohnung wurde vor dem Haus bewusstlos aufgefunden und umgehend durch den Notarzt versorgt.

Präzises Vorgehen

Zwei Atemschutztrupps begannen sofort mit der Brandbekämpfung über den Treppenraum mit jeweils einem C-Rohr, sowie auf der Gebäuderückseite und über eine Leiter auf den Balkon der Nachbarwohnung. Der eigentliche Wohnungsbrand konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Aufwändig gestalteten sich jedoch die Kontrolle und die notwendige Brandbekämpfung an der Traufkante des Satteldaches.

Dachdecker muss tätig werden

Da die Drehleiter an der Gebäuderückseite nicht in Stellung gebracht werden konnte und von tragbaren Leitern das Abdecken des Daches nicht möglich war, wurde ein Feuerwehrangehöriger mit der Ausbildung zum Dachdecker im gesicherten Vorstieg auf dem Dach tätig. Nach dem Abdecken einiger Dachziegelreihen und dem gleichzeitigen Entfernen der Dachinnenhaut durch einen Atemschutztrupp konnte die Brandausbreitung auf den Dachstuhl verhindert und einige Glutnester abgelöscht werden.

Schwere Rauchvergiftung

Der Wohnungsmieter erlitt eine schwere Rauchgasvergiftung und wurde mit dem zum Krankenhaus transportiert. Die Nachlöscharbeiten und die Aufräumarbeiten dauerten für die letzten Einsatzkräfte bis Mitternacht. Insgesamt sind sechs Wohnungen durch Brand- bzw. Rauchbeaufschlagung oder Wasserschäden durch Löschwasser unbewohnbar. Die betroffenen Wohnungsmieter kamen bei Bekannten unter. Die Brandursache ist unklar. Die Kreispolizeibehörde Mettmann hat die Ermittlungen aufgenommen. Es entstand erheblicher Sachschaden.

 

Quelle Text und Bild: Feuerwehr Erkrath

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