Waldmohr: Schülerstreich löst Nuklear-Alarm aus

Waldmohr | am 31.05.2012 - 12:40 Uhr | Aufrufe: 4509

In einer Schule in Waldmohr (Kreis Kusel) wurde am Donnerstag Nuklear-Alarm ausgelöst. Ein verdächtiges Fläschchen mit der Aufschrift: „Todesspray, radioaktiv“ war in einem Klassenzimmer gefunden worden. Der Grund für den Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst, entpuppte sich jedoch als Schülerstreich.

Atom Geigerzähler StrahlungSchon kurz nach Schulbeginn meldete die Schulleitung der Waldmohrer Rothenfeldschule der Polizeiwache in Schönenberg-Kübelberg den Fund einer verdächtigen Flasche.

Etikett zeigte das Symbol für Radioaktivität

Das Etikett zeigte das Symbol für Radioaktivität. Laut Polizei waren darunter die handgeschriebenen Worte: „Todesspray“ und „radioaktiv“ zu lesen. Auf der Seite der Flasche habe, nach Aussagen der Polizei, außerdem ein Hinweis zum Inhalt der Flasche gestanden: Die Flasche enthalte angereichertes Uran und Erdbeersaft.

Schulgebäude wurde evakuiert

Da die Polizei zunächst von einer ernsthaften Situation ausgehen musste, wurde ein Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Die Schule wurde von den Einsatzkräften vorsichtshalber evakuiert – rund 500 Schüler mussten dabei das Gebäude verlassen. Das Gelände der Waldmohrer Rothenfeldschule wurde weiträumig abgesperrt.

Fachleute gaben Entwarnung

Im Einsatz war dabei der Gefahrstoffzug der Feuerwehr im Landkreis Kusel sowie ABC-Spezialisten der Berufsfeuerwehr Kaiserslautern. Zur Analyse des Fläschchens wurde außerdem ein Kernphysiker der Radioaktivitätsmessstelle aus Homburg hinzugezogen. Die Fachleute konnten vor Ort keine Werte nachweisen, die darauf hindeuteten, dass eine atomare, biologische oder chemische Kontaminierung vorhanden war. Deshalb wurde Entwarnung gegeben. Zu keinem Zeitpunkt habe eine Gefahr bestanden.

14-jähriger Schüler verdächtigt

Nun wird gegen einen Schüler ermittelt. Ersten Ermittlungen zufolge könnte sich der Schüler einen üblen Scherz erlaubt haben. Der wohl 14-jährige Täter hatte die Flasche in einem Klassenzimmer platziert.

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Bild: retter.tv Archivbild

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