Wegen Mitgliederschwund: „Haushalts-Löschkübel“ zur Brandbekämpfung

Schlarpe | am 17.03.2014 - 10:49 Uhr | Aufrufe: 1965

Mit einer ungewöhnlichen Aktion hat die Freiwillige Feuerwehr Schlarpe am Wochenende auf den Nachwuchsmangel in ihren Reihen aufmerksam gemacht. Insgesamt verteilten die Kameraden 160 rote Plastikeimer mit der Aufschrift: „Haushalts-Löschkübel".

Die Zukunft der Brandbekämpfung könnte – natürlich sehr überspitzt gesehen – zukünftig in roten Löschkübeln liegen. Denn so selbstverständlich, wie die Feuerwehr heute noch an jedem Tag im Jahr, zu jeder Tages- und Nachtzeit ausrücken kann, könnte es nicht immer zugehen. Wie HNA.de berichtet, sind die Mitgliederzahlen aller Feuerwehrverbände landesweit rückläufig. Und das könnte schlimme Folgen haben: bisher kann man davon ausgehen, dass innerhalb von 10 Minuten nach einem Notruf die Feuerwehr zur Stelle ist.

Rückläufige Mitgliederzahlen haben drastische Konsequenzen

Doch bleiben die Mitglieder fern, müsste bei Bränden wohl tatsächlich auf den Löschkübel zurückgegriffen werden. Laut HNA.de sind bei 70 Prozent der Notfälle in Deutschland freiwillige Helfer vor Ort und nicht etwa die Berufsfeuerwehr. Damit auch in Zukunft niemand ernsthaft zum Löschkübel greifen muss, sind neue Freiwillige nötig. Die Feuerwehr Schlarpe hofft, durch ihre unkonventionelle Aktion bald neue Mitglieder begrüßen zu dürfen. Eine unverbindliche Information über die Arbeit der Feuerwehr ist laut HNA.de jederzeit möglich.

Weitere Informationen zur Löschkübel-Aktion der Feuerwehr Schlarpe finden Sie hier.

Bild: retter.tv Symbolbild

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