Wennigloher Feuerwehr festigt Freundschaft mit Behinderten

Am Born, Arnsberg | am 20.07.2013 - 15:00 Uhr | Aufrufe: 133

Wennigloh. Versprechen gegeben – Versprechen gehalten: Im August vergangenen Jahres war die Löschgruppe Wennigloh der Arnsberger Feuerwehr erstmals zu Gast bei einer Gruppe geistig behinderter junger Männer aus Ratingen, die dort in einer Einrichtung der Düsseldorfer Graf Recke Stiftung wohnen und alljährlich ein unbeschwertes Zeltlager-Wochenende auf Einladung des Wennigloher Malermeisters Uli

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Recha in dessen Haus am Wennigloher Born verbringen. Im letzten Jahr besuchte die Feuerwehr des Bergdorfes dort die sympathischen Männer und demonstrierte ihnen die Ausstattung und die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr. Davon waren alle Beteiligten so begeistert, dass man an Ort und Stelle vereinbarte, sich im nächsten Jahr wieder zu treffen und dann eine gemeinsame Brandschutz-Übung durchzuführen.

Die Wennigloher Wehrmänner hielten Wort und waren am 20. Juli sehr gern zur Stelle, als 10 Angehörige der Ratinger Wohngruppe mit zwei Betreuern wieder zu ihrem jährlichen Besuch in Wennigloh anreisten. Nach der gegenseitigen herzlichen Begrüßung wurde nicht lange gefackelt und sofort die Übung in Angriff genommen. Die Wennigloher Brandschützer hatten zuvor bereits eine Wasserversorgung von der Straße Am Born aus und einen dreiteiligen Löschangriff auf der Wiese neben dem Wohnhaus von Malermeister Recha aufgebaut. Angesichts des hochsommerlichen Wetters, das zu diesem Anlass wie bestellt war, rüsteten sich die gehandicapten Männer mit spezieller „Einsatzkleidung für hohe Außentemperaturen“ aus, und einige von ihnen wurden von den Wehrleuten noch mit Feuerwehrhelm und Handschuhen ausgestattet. Auf diese Weise bestens vorbereitet ging es dann in gemischten Teams von Feuerwehr und Behinderten an die Strahlrohre, und der Wennigloher Löschgruppenführer Nikolaj Schulte gab das Kommando „Wasser marsch!“.

Gemeinsam wurde ein Feuer in einer zuvor hergerichteten kleinen gesicherten Brandstelle bekämpft und schnell unter Kontrolle gebracht. Hierbei verfehlte der eine oder andere Wasserstrahl schon mal sein Ziel und sorgte für eine Abkühlung des benachbarten Löschtrupps, die aber in Anbetracht der Außentemperaturen hoch willkommen war.

Die Begeisterung über diese nicht alltägliche „Feuerwehr-Spezialausbildung“, die aus den strahlenden Gesichtern sowohl der Wennigloher Feuerwehrmänner als auch der Behinderten sprach, steckte auch Uli Recha an, der die Brandbekämpfung spontan mit seinem Gartenschlauch unterstützte und das Übungsgeschehen am Ende ebenfalls nicht trocken verließ.

Beim gemeinsamen Trocknen der Ausrüstung im Anschluss an die Übung ließen die Feuerwehrangehörigen zusammen mit ihren behinderten Freunden die Übung im Rahmen einer Manöverkritik noch einmal Revue passieren und festigten die freundschaftlichen Bande, die sich durch dieses gemeinsame Erlebnis weiter gefestigt haben. Und so war es dann auch selbstverständlich, dass die Wehrmänner versprachen, im nächsten Jahr wieder zur Stelle zu sein, wenn die Ratinger Reisegruppe ihre Zelte bei Uli Recha in Wennigloh aufschlägt. Hierauf freuen sich bereits beide Seiten.

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