Widrige Umstände: Feuerwehr hat seit Jahrzehnten Pech mit Kommandanten

Göppingen | am 09.02.2017 - 07:44 Uhr | Aufrufe: 1142

Bei der Göppinger Feuerwehr kehrt einfach immer noch keine Ruhe ein. Nachdem gegen den neuen Kommandanten ein Strafverfahren eingeleitet wurde, tritt nun der Stellvertreter zurück. 

Wie die Göppinger Kreisnachrichten berichten, werden für die heutige Hauptversammlung der Feuerwehr Göppingen mehr Besucher erwartet als üblich. Denn auch diesmal steht, wie schon so oft in den letzten Jahren, der Kommandant im Mittelpunkt der Debatten. Der aktuelle Kommandant ist wegen Betrugs noch an alter Wirkungsstätte angeklagt, heißt es, weshalb er seine Arbeit momentan nicht wahrnehmen darf. Für ihn springt der stellvertretende Kommandant ein - und das ist für den Mann, der seit 31 Jahren im Amt ist, keine Premiere. Laut dem Bericht hatte die Göppinger Feuerwehr in den letzten Jahrzehnten immer wieder so ein unglückliches Händchen mit ihren Kommandanten. Sechs bis acht Jahre seiner Stellvertretertätigkeit musste der stellvertretende Kommandant die Geschicke der Feuerwehr leiten, heißt es.

Göppinger Feuerwehrkommandanten oft nicht lange im Amt

Die Gründe dafür sind vielfältig. Zuletzt war ein Kommandant nach kurzer Zeit woanders hingewechselt, ganz zu Beginn seiner Feuerwehrkarriere war der damalige Kommandant im Einsatz ums Leben gekommen, auch gesundheitliche Gründe veranlassten einen Kommandanten, aus dem Amt zu scheiden. Einmal legte auch ein Kommandant im Streit das Amt nieder, berichten die Göppinger Kreisnachrichten weiter. Der stellvertretende Kommandant hat sie alle immer mit Geschick vertreten, doch damit ist nun nach 31 Jahren Schluss: er geht in die verdiente Altersruhe. Damit es dem nächsten Stellvertreter nicht ähnlich geht wie ihm, soll nun heute Abend auf der Hauptversammlung beschlossen werden, dass es mehrere Stellvertreter gibt, heißt es weiter. Bleibt zu hoffen, dass die Göppinger Wehr dann endlich zur Ruhe kommt.

Bild: retter.tv Symbolbild

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