Zermürbender Großeinsatz in Nordrhein-Westfalen endlich abgeschlossen

Salzlufen | am 24.09.2019 - 12:38 Uhr | Aufrufe: 1096

Es ist einer der größten Einsätze der Bad Salzufler Feuerwehr der letzten Jahrzehnte: Der Großbrand im Ortsteil Schötmar ist gelöscht. An einer Rampe eines Werkstattgebäudes lagerten Paletten, die am Samstagabend noch aus unbekannter Ursache in Flammen aufgingen. Das Feuer griff direkt auf die angrenzende Halle über.

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Noch auf der Anfahrt erhöhten die Einsatzkräfte auf das Stichwort Großbrand. Besucher des benachbarten Kiliansfestes hatten sich derweil auf der Zufahrt zu dem Gebäude platziert, um mit ihren Smartphones Bilder und Videos von dem Brand zu machen. Die Feuerwehr verschaffte sich mittels Martinshorn Gehör und Platz. Das war auch dringend nötig, denn binnen weniger Minuten fraß sich das Feuer weiter durch das Gebäude.

Gasflaschen explodieren im Gebäude

Ein Ehepaar, das sich im seitlichen Teil des Komplexes befand, konnte unverletzt in Sicherheit gebracht werden. Probleme machten in der Halle gelagerte Gasflaschen, die zwischenzeitlich aufgrund der hohen Temperaturen explodierten. Da die Eigensicherung Vorrang hatte, gingen die Wehrleute auf Distanz.

Feuer breitet sich unaufhaltsam aus

Nachdem die erste Halle nicht gehalten werden konnte, griff das Feuer auch auf den benachbarten Teil über. Die Einsatzkräfte brachten verschiedene Schaumwerfer in Position. Das Gebäude wurde komplett in einen Schaumteppich gehüllt. Im Inneren der Halle sorgten Kunststoffpellets und Paletten dafür, dass das Feuer immer wieder neue Nahrung fand. Mit vereinten Kräften wurde bis zuletzt versucht, das Wohngebäude zu retten. Es wurde jedoch stark in Mitleidenschaft gezogen. Die beiden Hallen brannten vollständig aus.

Zerstörte Hallenteile von THW beseitigt

Das Technische Hilfswerk sowie einige Firmen rückten mit schweren Gerät an. Bagger wurden zur Einsatzstelle gebracht, um sukzessive die abgebrannten Hallenteile abzutragen. Anschließend wurde der noch heiße und qualmende Schutt abgelöscht. Weitere Einheiten des THW wurden hinzugezogen.

Kameraden werden vorbildlich unterstützt

Die Feuerwehrmitglieder, die bis zur Belastungsgrenze arbeiteten, wurden regelmäßig in ihren Positionen von ihren Kameraden getauscht, um für einen kurzen Moment ihre Kräfte zu sammeln. Dafür sorgte auch das Team eines Kanu-Verleihs, die sich nahezu rund um die Uhr mit Essen, Getränken und Pausenmöglichkeiten um die Einsatzkräfte gekümmert haben.

Drei Tage Brandabwehr

Noch bis in den Montag hinein waren die Kräfte mit dem Abriss und dem Ablöschen der Halle beschäftigt. Insgesamt waren knapp 200 Einsatzkräfte bei dem Großbrand beteiligt. Zur genauen Schadenshöhe und Brandursache hat die Kriminalpolizei am Montagmorgen die Ermittlungen aufgenommen.


Quelle Text und Bild: Freiwillige Feuerwehr Bad Salzuflen

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