Zweitmitgliedschaft: Lösung gegen Mitgliederschwund?

Rantum/Sylt | am 19.12.2016 - 12:59 Uhr | Aufrufe: 1165

Der Mitgliederschwund bei den Feuerwehren ist nach wie vor eines der brandheißen Themen, die die Wehren in ganz Deutschland beschäftigen. In der Ortschaft Rantum auf Sylt hat man sich daher für eine Zweitmitgliedschaft als Lösung entschieden.

Wie die Sylter Rundschau berichtet, hat man in der Ortschaft Rantum auf Sylt das Problem, das viele Wehren in ganz Deutschland haben: ihre aktiven Mitglieder sind tagsüber nicht vor Ort, sondern arbeiten woanders. So bleiben nur noch rund sieben Einsatzkräfte, die im Notfall tagsüber an Werktagen Einsätze bewältigen könnten. Allerdings macht sich der Ort nun die Pendler zu Nutze. Denn es pendeln auch Menschen nach Rantum, um dort zu arbeiten. Auch hierunter sind Feuerwehrleute, die zu Hause, in ihren Wehren, tagsüber nicht zur Verfügung stehen. Aber diese Feuerwehrleute, aktuell drei an der Zahl, haben durch eine Zweitmitgliedschaft nun die Möglichkeit, sich in Rantum, wo sie arbeiten, an Einsätzen zu beteiligen, heißt es weiter.

Zweitmitgliedschaft bringt 10 Prozent neue Mitglieder

Bislang konnten drei externe Feuerwehrleute von dem Konzept überzeugt werden, das sind immerhin rund 10 Prozent der gesamten Mannschaftsstärke der Rantumer Feuerwehr, noch dazu zwei Atemschutzträger, berichtet die Sylter Rundschau weiter. Die Ausrüstung der Zweitmitglieder kann dann, so die Zeitung weiter, entweder in einem Spind vor Ort deponiert oder mobil im Auto der Kameraden transportiert werden. Ob sich die Kameraden in Rantum oder bei ihrer Hauptwehr an Übungen beteiligen wollen, ist ihnen dem Bericht zufolge freigestellt. Dieses Modell scheint für Orte, die eine hohe Pendlerquote aufweisen, ein Lösungsansatz gegen den Mitgliederschwund zu sein. Bewähren muss es sich in Rantum jetzt noch im Ernstfall.

Bild: retter.tv Symbolbild

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