Entwicklungshilfeminister Niebel besucht Myanmar - Malteser: „Die Behörden erleichtern langsam die Kooperation“

Köln/Yangon | am 13.02.2012 - 10:30 Uhr | Aufrufe: 970

Beim Besuch von Bundesminister Dirk Niebel in Myanmar haben die Malteser ein positives Fazit ihrer Arbeit in dem lange Zeit politisch abgeschotteten Land gezogen.

Entwicklungshilfeminister Niebel besucht Myanmar - Malteser: „Die Behörden erleichtern langsam die Kooperation“Birke Herzbruch, Länderrepräsentantin von Malteser International, sagte: „Die Behörden erleichtern langsam die Kooperation, dadurch können wir auch besser mit den hilfsbedürftigen Menschen zusammenarbeiten.“ Insbesondere nachdem im Jahr 2008 der Zyklon „Nargis“ das Land verwüstete und mehr als 80.000 Menschenleben forderte, zeigte sich die Regierung aufgeschlossener gegenüber den Hilfsangeboten der Malteser.

Seit elf Jahren ist die internationale Hilfsorganisation im früheren Burma aktiv und gilt als einer der Pfeiler der deutschen humanitären Hilfe. Mittlerweile arbeiten mehr als 300 lokale Mitarbeiter und neun internationale Fachleute unter anderem daran,  die medizinische Versorgung gegen HIV, Tuberkulose und Malaria sowie den Zugang zu sanitären Einrichtungen und sauberem Trinkwasser sicherzustellen. Auch die Katastrophenvorsorge spielt eine wichtige Rolle.

Entwicklungsminister Niebel machte sich am 12. Februar 2012 bei einem Rundgang durch das Dorf Sandar Yaw nahe der früheren Hauptstadt Yangon (Rangun) ein Bild von den lebenswichtigen Verbesserungen. Herzbruch: „Wir sind auch in schwierigen Jahren mit der Regierung im Gespräch geblieben und konnten unsere dringend benötigte Hilfe sogar ausdehnen.“ Die politische Öffnung des Landes nährt bei den Maltesern die Hoffnung, dass die Machthaber Hilfsorganisationen jetzt auch den Zugang zu kaum erschlossenen Grenzgebieten im Südosten des Landes erlauben.

Myanmar gibt nach Schätzungen von Experten nur zwei Prozent seines Bruttoinlandsproduktes für die medizinische Versorgung seiner Bevölkerung aus. Es liegt damit weltweit gemeinsam mit Nord-Korea auf dem letzten Platz.

Quelle: Malteser

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