Malteser: Halbjahresbilanz Bundesfreiwilligendienst - „Die Bereitschaft zum Engagement ist gut“

Eine gemischte Halbjahresbilanz des am 1. Juli eingeführten Bundesfreiwilligendienstes (BFD) ziehen die Malteser. Insgesamt 1.135 Frauen und Männer nahmen freiwillig ihre Tätigkeit in einer der 700 Einrichtungen der Organisation auf.

Malteser: Halbjahresbilanz Bundesfreiwilligendienst - „Die Bereitschaft zum Engagement ist gut“„Gemessen an den reduzierten Erwartungen nach dem plötzlichen Ende des Zivildienstes, ist die Bereitschaft zum Engagement gut. Aber das Niveau wie zu Zeiten des Zivildienstes haben wir noch nicht erreicht“, sagt Karl Prinz zu Löwenstein, Geschäftsführender Vorstand des Malteser Hilfsdienstes e. V., mit Blick auf die Zahlen. Im Jahr 2010 hatten die Malteser insgesamt 1450 junge Frauen und Männer - 450 Freiwillige im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und 1.000 Zivildienstleistende - in ihren sozialen Diensten einsetzen können. Im Jahr 2011 haben 488 Frauen und Männer das FSJ und 647 den Bundesfreiwilligendienst bei den Maltesern angetreten, zusammen standen also 22 Prozent weniger Helfer als im Vorjahr zur Verfügung.

Freiwillige werden vor allem junge Frauen und Männer, die nach der schulischen Ausbildung eine Orientierung suchen. „Ausbilder in der Ersten Hilfe, Sanitäter im Rettungsdienst oder Begleiter von Menschen mit Behinderung sind attraktive Aufgaben“, so Löwenstein. Die ersten Rückmeldungen von Freiwilligen sind positiv und unterstreichen den Wert des sozialen Dienstes für das gesamte Leben.

Noch nicht ausreichend bekannt ist der Freiwilligendienst für Menschen über 27 Jahre. Löwenstein: „Hier sprechen wir grundsätzlich jedermann an, gerade auch Menschen in den ersten Jahren ihrer Rente oder Eltern, bei denen die Kinder aus dem Haus sind.“ Anders als das FSJ bietet der Freiwilligendienst des Bundes Menschen jeden Alters den 6 bis 18-monatigen Dienst an. Derzeit liegt der BFD-Anteil der über 27-Jährigen bei den Maltesern bundesweit bei sieben Prozent. „Wir suchen Freiwillige zum Beispiel in der Begleitung und Versorgung älterer Hilfsbedüftiger“, sagt Löwenstein. Gerade die Lebenserfahrung der 50- und 60-Jährigen kann nach Ansicht der Malteser dazu beitragen, die Lebensqualität hilfebedürftiger Senioren zu bereichern. Vom Menüservice über den Hausnotruf bis hin zur Demenzbegleitung stehen dafür viele Einsatzbereiche offen.

Quelle: Malteser

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