4 Männer schmuggeln 3 Tonnen Marihuana

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hagen ermittelte das Zollfahndungsamt Essen gegen eine deutsch-niederländischen Tätergruppierung wegen des Verdachts der illegalen Einfuhr von Betäubungsmitteln und Grundstoffen und Herstellung synthetischer Drogen. Die Fahndung war mehr als erfolgreich.

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Bereits am 5. Dezember 2014 wurde durch Beamte des Zollfahndungsamtes Essen in Zu-sammenarbeit mit belgischen Zollbehörden im Hafen von Antwerpen ein Schiffscontainer si-chergestellt, in dem sich mehr als 3 Tonnen Marihuana befanden. Das Rauschgift war in einer Tarnladung Palmkernschalen aus Ghana versteckt. Palmkernschalen sind ein Nebenprodukt, das bei der Herstellung von Palmöl entsteht und z.B. als Biomasse zum Heizen verwendet wird. Das Marihuana, das sich in Folie, vakuumeingeschweißt in 450 Säcken mit losen Palmkernschalen befand, verkörpert in Deutschland einen Straßenverkaufswert von rund 30 Mio. Euro.

Bande international aktiv

Die arbeitsteilig agierende Bande bediente sich bei der Ausführung ihrer illegalen Geschäfte bestehender Legalfirmen oder gründete Tarnfirmen, welche den Einfuhren einen legalen An-strich verleihen sollten. Auf diese Weise wurden als Legalladung getarnte Drogen und Grundstoffe insbesondere auf dem Seeweg aus Afrika und Asien nach Europa eingeführt, wobei auch Verbindungen nach Süd- und Mittelamerika bestanden.

Insgesamt 27,5 Jahre Haft für die Täter

Die Urteile des Landgerichts Hagen sind nun gesprochen! Alle vier Angeklagten erhielten ihren Schuldspruch: Bandenmäßiger Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Die beiden Haupttäter, ein 46-jähriger Niederländer wurde zu 9 Jahre 6 Monaten verurteilt, für den zweiten Niederländer (67) gab es 8 Jahre und 6 Monate. Der 52-jährige Unternehmer aus Viersen erhielt eine Haftstrafe von 3 Jahren und 9 Monaten. Er legte Berufung gegen das Urteil ein. Der erkrankte 50-jährige Kevelaer Unternehmer wurde schließlich als letzter der Angeklagten am Dienstag zu 5 Jahren und 9 Monaten verurteilt. Die beiden Niederländer befanden sich bereits seit ihrer Festnahme in Untersuchungshaft und sind nun im geschlossenen Vollzug, den beiden deutschen Tätern steht der Haftantritt bevor.

Gelungene Zusammenarbeit zweier Länder

Bereits damals bekräftigte der Leiter des Zollfahndungsamtes Essen, Regierungsdirektor Hans-Joachim Brandl, "dass eine effektive Bekämpfung organisierter, grenzüberschreitender Kriminalität nur möglich ist, wenn sich die Justiz- und Polizeibehörden der betroffenen Staaten optimal abstimmen und die beteiligten Zollfahnderinnen und Zollfahnder Hand in Hand vertrauensvoll zusammenarbeiten." "Dies hat sich nach Abschluss des Verfahrens und der gefällten Urteile erneut bewahrheitet, so Ruth Haliti, die Sprecherin des Zollfahndungsamtes Essen."

Quelle und Bild: Zollfahndungsamt Essen

 

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