Allgäu: Täter schießen Polizist an und springen aus fahrendem Zug

Nachdem zwei Männer auf der Fahrt zwischen Kaufbeuren und Kempten einen Bundespolizisten angeschossen haben, sprangen die beiden aus dem fahrenden Zug. Ein Täter überlebte schwerverletzt, der andere starb auf den Bahngleisen.

Wie „Focus online“ berichtet, waren die Hintergründe zum Vorfall auch Stunden nach der Tat unklar. Gegen 14.30 Uhr wollten Polizeibeamte die Fahrgäste des Zuges kontrollieren, der auf dem Weg von Kaufbeuren nach Kempten war. Ein Streit wurde schließlich ausgelöst, nachdem bekannt wurde dass gegen einen 20-Jährigen ein Haftbefehl zur Vollstreckung einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten wegen räuberischen Diebstahls vorlag.

Schüsse fielen im Zug

Zwischen den beiden Männern und den Polizisten fielen Schüsse im Zug. Eine Kugel traf schließlich einen Polizisten, allerdings ist noch unklar wer genau die Kugel in der Streitigkeit abfeuerte. Auch ein zufällig im Zug anwesender LKA-Beamter eilte zur Hilfe und schoss mehrere Male. Auch ist nicht auszuschließen, dass im Eifer des Gefechts einer der Täter sich die Dienstwaffe eines Polizisten griff und damit schoss. Während einer der Polizisten durch einen Schlag am Kopf verletzt wurde, schwebte der angeschossene Polizist nicht in Lebensgefahr.

Täter sind offenbar aus dem fahrenden Zug gesprungen

Von den Tätern fehlte zunächst jede Spur. Der mit 400 Fahrgästen besetzte Zug nahm schließlich bei Günzach eine Notbremsung vor. Unter den Fahrgästen mussten einige Mitreisende psychologisch betreut werden. Wie berichtet, ist es offenbar nicht sicher, ob die Täter bei der Notbremsung aus den Wagons flüchteten oder wie eher vermutet aus dem fahrenden Zug sprangen. Da letztlich jedoch der 20-jährige Mann an der Bahnstrecke tot aufgefunden und offenbar vom Zug überrollt wurde, ist es naheliegend, dass die Männer aus dem fahrenden Zug sprangen.

Mit schweren Verletzungen in eine Klinik

Der zweite Täter wurde schließlich mit schweren Verletzungen aufgefunden und mit einem Rettungshubschrauber in die Klinik gebracht. Sämtliche verletzten am Streit Beteiligten sind außer Lebensgefahr.

Zahlreiche Helfer im Einsatz

Mehr als 100 Polizisten und Rettungsdiensthelfer waren schließlich am Einsatz beteiligt. Nachdem die Bahn weiter fuhr nach Kempten wurde der Bahnhof sofort abgeriegelt und der Zug nach eventuellen weiteren Tätern abgesucht.

Lesen Sie hier mehr zu dem tragischen Vorfall.

Bild: retter.tv Symbolbild

 

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