Auswärtsschwindel: Zöllner stoßen auf gefälschten Trikotsatz der somalischen Nationalmannschaft

Hildesheim | am 04.05.2017 - 09:26 Uhr | Aufrufe: 500

Zöllner aus Hildesheim machten Ende April einen besonderen Fund: Sie entdeckten 24 gefälschte Trikotsätze der somalischen Fußballnationalmannschaft, 37 Paar gefälschte Turnschuhe und verschiedene Medikamente eingenäht in Stoffbeuteln, die aus Kenia verschickt wurden.

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Große Pakete faszinieren immer wieder. Und Pakete aus exotischen Ländern regen die Fantasie über ihren Inhalt an. Daher waren die Zöllner gespannt, was wohl in diesem großen Paket aus Kenia seien mochte, das ein Mann am 24. April 2017 bei dem Zollamt Hildesheim abholen wollte. Er öffnete es unter Aufsicht der Beamten und zeigte die kissenartigen Stoffbeutel vor, die das Paket enthielt. Misstrauisch wurden die Stoffbezüge zerschnitten und der außergewöhnliche Inhalt offenbarte sich. Neben massenhaft Modeschmuck waren in die Stoffbezüge 37 Paar gefälschte Turnschuhe, 24 komplette Trikotsätze (Trikots, Hosen und Stutzen) der Fußballnationalmannschaft von Somalia eingenäht. Zusätzlich zu der Ausstattung einer vollständigen Mannschaft -samt Reservespielern- hätte vielleicht auch ein Teamarzt seine Freude an dem Paket gehabt, denn die Sendung enthielt 35 hochdosierte Medikamente.

Trikots müssen vernichtet werden, sonst droht Rechtsstreit

Tatsächlich hatte aber niemand Freude an dem Paket: Zwar bestand für die Zöllner die einzigartige Möglichkeit mal die Trikots des FIFA-Weltranglisten 206. zu sehen, jedoch blieb für sie einiges an "Papierkram" - schließlich handelte es sich bei den Trikots um Fälschungen. Der Empfänger des Paketes steht hinsichtlich der Trikots vor der unglücklichen Wahl, sie vernichten zu lassen oder einen Rechtsstreit mit dem Markenrechtsinhaber zu führen, denn die weitere Aufmachung der Sendung ließe laut dem Zollamt den Schluss zu, dass es sich um eine Sendung handle, die für den Weiterverkauf im Rahmen eines Reisegewerbes bestimmt sei. Hinsichtlich der Medikamente steht der Adressat vor einer ähnlichen Wahl: Sollte er einer freiwilligen Rücksendung nicht zustimmen, müsste er sich auf ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz gefasst machen.

Text- und Bildquelle: Hauptzollamt Braunschweig

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