Eskalation bei Einschulung: Eltern streiten, Polizistin bekommt Messer in den Oberschenkel

Am Freitagvormittag fand an einer Grundschule in Heidelberg eine Einschulungsfeier der Erstklässler statt. Eine Vielzahl der anwesenden Eltern, Verwandten, Bekannten und Kindern sollten jedoch nicht nur den besonderen Tag ihrer Einschulung ihrer Sprösslinge feiern, sondern auch Zeuge einer Massenschlägerei werden.

Im Rahmen der Feierlichkeiten befanden sich gegen 11.40 Uhr zahlreiche Elternteile auf dem Vorplatz der Schule, während sich die Erstklässler sowie weitere Schulklassen in ihren Klassenzimmern befanden. Als sich der 35-jährige Vater eines der Kinder sich zu den Feierlichkeiten gesellte, kam es zwischen ihm und der von ihm getrennt lebenden Mutter zunächst zu verbalen Auseinandersetzung. Als sich eine Verwandte in den Streit einmischte, soll der Vater diese körperlich angegangen haben.

Polizei ist anwesend, doch die Prügelei geht weiter

Hierauf wurde die Polizei verständigt, eine Streifenwagenbesatzung traf kurze Zeit später ein. Während die Beamten den Sachverhalt abklärten, kam plötzlich weitere Familienangehörige beider Parteien hinzu. Fünf männliche Personen griffen den 35-Jährige trotz Präsenz der Polizei an und traktierten ihn mit Schlägen und Tritten. Nachdem der Vater zu Boden gegangen war, trat einer der Männer weiter gegen seinen Kopf.

Hilfeaktion einer Polizistin endet mit Verletzung

Eine Polizeibeamtin eilte hinzu und wollte den 35-Jährigen von seinen Angreifern wegziehen. Hierbei stach dieser mit einem kleinen Messer, die von hinten an ihm ziehende Polizeibeamtin in den Oberschenkel. Offenbar konnte der 35-Jährige zu diesem Zeitpunkt nicht erkennen, dass eine Polizeibeamtin hinter ihm stand und ihm helfen wollte. Die Beamtin zog sich eine oberflächige Stichwunde zu. Sie musste in der Folge mit einem Rettungswagen in einen Krankenhaus gefahren werden. Sie wurde leicht verletzt, konnte ihren Dienst jedoch nicht fortsetzen.

Einsatzkräfte müssen zu Pfefferspray greifen, um größere Massenschlägerei abzuwenden

Angehörige des Vaters und der Mutter gerieten im weiteren Verlauf aneinander, so dass insgesamt 18 Funkwagenbesatzungen aus dem Präsidialbereich zusammengezogen wurden. Die eingesetzten Einsatzkräfte setzten zur Lagebereinigung Pfefferspray ein und mussten bei den vorläufigen Festnahmen körperliche Gewalt gegen die Personen anwenden. Gegen Einzelne, nicht unmittelbar handgreiflich Beteiligte, wurden Platzverweise erteilt.

Betreuungsangebote für Schulkinder

Insgesamt wurden drei Männer vorläufig festgenommen und nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Der Schulleitung wurden für die Folgewoche entsprechende Betreuungsangebote für ihre Schulkinder durch speziell geschulte Beamte des Polizeirevier Heidelberg-Süd angeboten. Der Polizeiposten Emmertsgrund ermittelt nun u.a. wegen Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung und tätlichen Angriff gegen Polizeibeamte.



Quelle: Polizeipräsidium Mannheim
Bild: retter.tv Symbolbild

 

 

 

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