Flugpolizei-Unglück: Bergeseil offenbar von Felskante durchtrennt

Steiermark | am 08.06.2017 - 09:06 Uhr | Aufrufe: 5103

In Bezug auf das dramatische Rettungsunglück in den Eisenerzer Alpen vom 4. Juni (retter.tv berichtete) liegen neue Erkenntnisse vor. Offensichtlich ist der Sturz in die Tiefe weder auf einen Materialfehler am Seil noch auf ein Problem mit dem Lasthaken des Hubschraubers zurückzuführen.

Wie berichtet, geriet ein Wiener Ehepaar bei einer Bergwanderung am Eisenerzer Reichenstein vermutlich wegen des Schlechtwettereinbruchs und Erschöpfung in Bergnot. Auf ihren Hilferuf machte sich ein Polizeihubschrauber zur Rettung auf. Einer der Polizisten seilte sich zum Ehepaar ab und nahm sie am Seil auf. Während des Hochzieh-Vorgangs stürzten jedoch plötzlich alle drei in eine Schlucht. Durch den Absturz wurden der Polizist und die Wienerin schwer verletzt und sie erlagen noch am Unfallort ihren Verletzungen.

Rettungsseil von Felskante durchtrennt

Nach ersten Erkenntnissen war wohl weder ein Defekt des Seils noch der Lasthaken des Helikopters ursächlich für das Unglück. Vielmehr wird deutlich, dass das Seil beim Abflug mit den drei geretteten Personen vermutlich in einen starken Abwind geraten war. Dadurch streifte das Seil vermutlich eine Felskante und wurde laut der ermittelnden Experten durchtrennt. Der Flugpolizei-Chef Werner Senn sprach gegenüber dem Luftfahrtmagazin Austrian Wings von "schwierigen meteorologischen Bedingungen" bei dem Einsatz.

Bild: retter.tv Symbolbild

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