Gefährlicher Zustand: Polizei zieht Schulbus für Grundschul-Ausflug aus dem Verkehr

Die lange geplante Fahrt einer Grundschule fiel vergangenen Mittwochmorgen beinahe ins Wasser. Vorsorglich hatte die Schulleitung bereits im Vorfeld die Essener Polizei ersucht, den angemieteten Bus polizeilich in Augenschein zu nehmen. Die Kontrolle verlief alles andere als positiv.

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Umringt von der aufgeregten Schülerschar zweier 4. Klassen, die kurz darauf zu einem Ponyhof aufbrechen wollten, nahmen die Fachleute des Verkehrsdienstes den Reisebus in Augenschein. Das Fahrzeug, früher augenscheinlich im städtischen Linienverkehr eingesetzt, zeigte sofort gravierende Mängel. Bereits im Fahrzeuginneren entdeckten die Beamten abenteuerliche Sicherheitsgurte. Lediglich an den Sitzen verknotet, konnten die unsachgemäß angebrachten Gurte nicht die Sicherheit der Insassen garantieren.

Zweiter Bus sorgt für noch mehr Empörung

Enttäuscht warteten die Kinder etwa drei Stunden, bis das Busunternehmen aus Duisburg einen Ersatzbus organisiert hatte. Umso größer war das Erstaunen der noch vor Ort verbliebenen Polizeibeamten, als sie den Ersatzbus einer Prüfung unterzogen. Auch an diesem Fahrzeug fanden sich etliche schwerwiegende Mängel, worauf ein KFZ-Sachverständiger zur Begutachtung hinzugezogen wurde. Defekte am Stoßdämpfer und der Lenkhilfe, sowie die Durchrostung des tragenden Fahrzeugrahmens an mehreren Stellen. An Ort und Stelle untersagten die Polizisten den Busfahrern die Weiterfahrt.

Ausflug der Kinder konnte doch noch gerettet werden

Offenbar geübt in Krisensituationen, organisierte der Lehrkörper die Reiseplanung um. Nunmehr in kleinere Fahrzeuge der Eltern umgestiegen, machte sich die Schar auf zum Ponyhof. Vertrauend auf die problemlose Hinfahrt in den Fahrzeugen der Elternschaft am Mittwoch, machten sich die etwa 50 Schüler am Freitag auch wieder mit elterlicher Unterstützung auf den Heimweg. Den beiden Busfahrern und den Fahrzeughalter erwarten nun Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen der Polizei und möglicherweise auch Regressansprüche der Reisenden. In den nächsten Tagen werden Polizeibeamte auch an weiteren Stellen in Essen und Mülheim/Ruhr Kontrollen an Schul- und Linienbussen durchführen.


Quelle Text und Bild: Polizei Essen/ Mülheim an der Ruhr

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