Großbrand auf Firmengelände in Minden-Meißen – Drei Feuerwehrleute verletzt

Minden-Meißen | am 28.06.2013 - 10:00 Uhr | Aufrufe: 4082

In Minden-Meißen kam es in der Nacht auf den heutigen Freitag zu einem Großbrand auf dem Gelände einer Firma. Das Feuer griff schnell auf weitere Gebäude über und in einer Halle kam es zu einer Explosion. Drei Feuerwehrleute wurden bei diesem Einsatz verletzt.

Großbrand auf Firmengelände in Minden-Meißen – Drei Feuerwehrleute verletzt

4 Bilder
Am heutigen Freitag kam in der Nacht, gegen 23.41 Uhr, zu einem Brand auf dem Gelände einer Herstellungsfirma für Einwegpaletten, Kisten und Aufsetzrahmen in Minden-Meißen an der Rintelner Straße.

Feuer greift auf weiter Gebäude über

Rasch griff das Feuer auf die Fertigungshalle über. Drei auf dem Firmengelände geparkte Lkw, darunter zwei komplette Sattelzüge, wurden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. In der Halle explodierten nach ersten Ermittlungen drei bis vier Propangasflaschen.

Die Feuerwehr war mit rund 200 Einsatzkräften vor Ort. Im Einsatz waren zudem auch Löschkanonen der Flughafenfeuerwehr der benachbarten Jägerkaserne in Bückeburg. Mittlerweile haben die Einsatzkräfte der Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Die Löschabreiten dauern noch an. Das Firmengebäude sowie ein hölzerner Anbau wurden ein Raub der Flammen. Die exakte Schadenshöhe kann noch nicht genau beziffert werden, wird nach ersten Schätzungen aber im Millionen Euro Bereich liegen. Die Feuerwehr führt derzeit Schadstoffmessungen durch.

Drei Feuerwehrleute bei Einsatz verletzt

Bei dem Einsatz wurden drei Feuerwehrleute verletzt, davon erlitten zwei eine sogenannte Rauchgasvergiftung. Die drei Verletzten kamen ins Krankenhaus.
Ein direkt an das Firmengelände grenzendes Wohnhaus musste vorsichtshalber evakuiert werden. Die Bewohner kamen bei Nachbarn unter. Dank ständiger Kühlung duch die Feuerwehr konnte das Haus vor den Flammen bewahrt bleiben. Durch die immense Hitzeentwicklung entstand allerdings an der zum Brandort gelegenen Hausseite leichter Gebäudeschaden.

Beschaffung von Löschwasser war schwierig

Die Bundesstraßen 65 und 482 sowie die Landstraße 534 mussten gesperrt werden. Der Verkehr wird derzeit noch weiträumig abgeleitet.
Für die umfangreichen polizeilichen Maßnahmen wurden die heimischen Einsatzkräfte mit Kollegen aus den benachbarten NRW-Behörden Herford, Lippe und Bielefeld sowie aus dem niedersächsischen Bückeburg unterstützt. Insgesamt waren rund 30 Polizistinnen und Polizisten am Einsatz beteiligt.
Als besonders schwierig erwies sich anfangs die Beschaffung von ausreichendem Löschwasser. Es wurde mit Schlauchleitungen aus dem Gevattersee gepumpt. Die Flughafen-Löschfahrzeuge können ihren 11.000 Liter fassenden Inhalt innerhalb von 3 Minuten versprühen.

Weitere Bilder finden Sie in unserer Bildergalerie.

Quelle: Polizei Minden-Lübbecke

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