Handyraub in Bremer Sporthalle: 11-jähriger nimmt Verfolgung der Täter auf

Er habe sich intuitiv richtig verhalten, so die Polizei, nachdem der 11-Jährige von zwei 17- und 18-jährigen Tätern ausgeraubt wurde. Die beiden hatten den 11-jährigen Jungen massiv bedrängt und im schließlich sein Handy geraubt.

Symbolbild BlaulichtAm Dienstagabend hatte der 11-Jährige gerade sein Training in der Bremer Sporthalle beendet. Er begab sich in die Umkleide um zu duschen. Vorher hatte er mit seinem Handy noch seine Mutter angerufen, um sie zu informieren, wann sie ihn abholen könne.

Täter bedrängen elfjährigen Jungen

Plötzlich erschienen die beiden 17- und 18-Jährigen in der Umkleide und drängten den elfjährigen Jungen sein Smartphone herauszugeben. Der Junge gab es aber nicht heraus und steckte das Handy zurück in die Hosentasche. Daraufhin hielt der 17-Jährige den Jungen fest und der 18-Jährige entriss ihm das Smartphone.

Polizei kann die Räuber festnehmen

Die beiden Täter flüchtenden anschließend zu Fuß in Richtung „Am Hulsberg“. Der clevere Junge nahm die Verfolgung auf. Während des Rennens rief er Passanten zur Hilfe. Er schrie laut, dass die Männer festgehalten werden sollten, da sie sein Handy gestohlen hätten. Mehrere aufmerksame Bürger verfolgten dann die Räuber bis zu einer Drogerie. Dort konnten eintreffende Polizeibeamte die jungen Männer festnehmen.

Jugendliche Intensivtäter

Für die Polizei Bremen handelt es sich bei den Tatverdächtigen um keine Unbekannten. Beide sind bereits erheblich in Erscheinung getreten und  wurden dem Polizeigewahrsam zugeführt. Der 17-Jährige gilt als sogenannter Intensivtäter und führte ein Messer bei sich.  Bei dem 18-Jährigen fanden die eingesetzten Beamten die Beute. Die beiden Täter erwartet ein Strafverfahren wegen schweren Raubes. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an. Haftgründe werden derzeit noch geprüft.

Zivilcourage ist wichtig

Der vorliegende Sachverhalt zeigt auf, wie wichtig Zivilcourage für den Einzelnen -und in diesem Fall für ein Kind- sein kann. Der 11-Jährige handelte intuitiv richtig, indem er die Tatverdächtigen mit Abstand verfolgte und durch lautes Rufen auf sich aufmerksam machte.

Die Polizei Bremen rät:

-    Helfen Sie, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen
-    Fordern Sie andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf
-    Beobachten Sie genau und prägen sich Tätermerkmale ein
-    Organisieren Sie Hilfe über den Notruf 110
-    Kümmern Sie sich um Opfer
-    Stellen Sie sich als Zeugen zur Verfügung

Weitere wichtige Hinweise erhalten Sie im Präventionszentrum der
Polizei Bremen, Am Wall 195, 28195 Bremen (telefonisch unter: 0421/
362-19003) oder im Internet unter www.polizei.bremen.de und
www.polizei-beratung.de.

Quelle: Polizei Bremen

Bild: retter.tv Symbolbild

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