Illertissen: Bei Minusgraden im Schnee eingeschlafen - Polizei rettet Jugendlichen

Illertissen | am 28.11.2013 - 14:00 Uhr | Aufrufe: 589

Fußspuren im Schnee retteten dem 17-Jährigen das Leben. Betrunken machte sich der  Jugendliche auf den Weg nachhause. Dabei fiel er in eine Grube und schlief bei minus zehn Grad im Schnee ein. Zwei Polizisten retteten den bereits in Lebensgefahr befindlichen 17-Jährigen.

Symbolbild BlaulichtIn der vergangenen Nacht meldete die Mutter eines 17-jährigen Schülers aus dem Landkreis Biberach gegen 2.00 Uhr ihren Sohn beim Polizeirevier Ochsenhausen als vermisst. Der Schüler soll den Abend im Bereich Dettingen a.d. Iller mit Freunden verbracht haben. Es bestand die Gefahr, dass der Jugendliche sich alkoholisiert auf den Heimweg machte und orientierungslos umherirren würde. Die Mutter hatte ihn zuvor schon etwa zwei Stunden selbst gesucht.

Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera im Einsatz

Einsatzkräfte der württembergischen Polizei sowie mehrere Beamte aus Dienststellen der Polizeidirektion Biberach, ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera und die Freiwilligen Feuerwehren Erolzheim und Dettingen machten sich mit 50 Einsatzkräften auf die Suche nach dem Vermissten. 

Fußspuren im Schnee führen Polizisten zu Vermissten

Gegen 3 Uhr wurden zusätzlich Beamte der Polizeiinspektion Illertissen in die Fahndung eingebunden. Diese machten auf der Illerbrücke zwischen dem Dettinger Ortsteil Kleinkellmünz und dem Markt Kellmünz Fußspuren im Schnee ausfindig. Sie führten die Beamten etwa 1,5 Kilometer quer durch Kellmünz zu einem Baugebiet im Bereich Kohlstatt/Mariengrotte im östlichen Teil der Marktgemeinde.

17-Jähriger stürzt betrunken in Baugrube

Dort fanden die Beamten aus Illertissen den Schüler gegen kurz nach 4.00 Uhr schlafend in einer Baugrube. Offensichtlich war der alkoholisierte 17-Jährige in diese hineingefallen und liegen geblieben. Er war genau entgegengesetzt zu seinem Heimweg in die falsche Richtung gelaufen, nachdem er den Abend in einer Jugendbude im Bereich Dettingen-Kleinkellmünz verbracht hatte.

Schüler befand sich in akuter Lebensgefahr

Der eingesetzte Notarzt stellte neben einer erheblichen Unterkühlung des Aufgefundenen fest, dass bei knapp minus zehn Grad Außentemperatur akute Lebensgefahr durch Erfrieren bestand und brachte ihn mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus.
 

Quelle: Polizei

Bild: retter.tv Symbolbild

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