Köln: Jeder zehnte Notruf geht verloren

Laut einer Statistik soll jeder zehnte Notruf bei der Kölner Polizei nicht ankommen. Wenn ein Anrufer nach mehr als fünf Sekunden Wartezeit wieder auflegt, gilt dieser Notruf als verloren.

Von insgesamt 376.161Notrufen seien im letzten Jahr 43.612 verloren gegangen. Der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Landtag hatte die Frage nach den Notruf-Zahlen gestellt. Die Statistik der Notrufe bei der Kölner Polizei verzeichnete außerdem, dass 8768 Notrufe nach mehr als 20 Sekunden nicht angenommen werden konnte. Der Anrufer hat daraufhin den Notruf abgebrochen.

13 Arbeitsplätze in der Rettungsleitstelle

Der Polizei in Köln seien die beunruhigenden Zahlen schon seit Längerem bekannt. Etwa zehn Prozent hätte die Zahl dieser verloren gegangenen Notrufe bereits in den letzten Jahren betragen. Es gäbe 13 Arbeitsplätze in der Rettungsleitstelle. An diesen könnten die Notrufe entgegengenommen werden. Man versuche den Notrufenden  in der Leitstelle der Kölner Polizei sofort zu helfen, aber es könne viele Gründe haben, weshalb ein Notruf abgebrochen werde, so der Polizei-Sprecher.


Scherzanrufe nicht zu unterschätzen

So sollten die „Scherzanrufe“ bei der Polizei nicht unterschätzt werden. Oft werden Notrufe abgebrochen, beispielsweise an einem Unfallort, weil festgestellt werde, dass schon eine weitere Person bei der Polizei angerufen habe. Oder die Anrufenden legen wieder auf, weil sie stattdessen die Feuerwehr unter 112 alarmieren, So der Sprecher der Kölner Polizei weiter.


Bessere Technik soll Statistik verbessern

Um die Statistik zu verbessern, so dass weniger Notrufe bei der Polizei verloren gehen, soll die Technik der Telefonanlage verbessert werden. 2015 können die Notrufe dann an andere Präsidien weitergeleitet werden. Diese würden die Polizei in Köln dann über ein geschriebenes Protokoll informiert werden.


Erfahren Sie hier mehr zu den verlorenen Notrufen in Köln.

Bild: retter.tv Symbolbild

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