Kuriose Polizei-Kontrolle: Socken voller Gold landen auf der Autobahn

Irschenberg | am 25.01.2017 - 09:40 Uhr | Aufrufe: 337

Da fand die Polizei bei Irschenberg aber mal Sparstrümpfe der besonderen Art: Diebe hatten ihre Beute in Socken versteckt und bei einer Kontrolle aus dem Autofenster geworfen.

In der Nacht von Sonntag auf Montag stoppten die bayerischen Schleierfahnder der PI Fahndung Rosenheim im Bereich Irschenberg einen Pkw mit rumänischem Kennzeichen. Im Fahrzeug saßen drei Rumänen im Alter von 24 bis 32 Jahren, die sich nach eigenen Angaben auf der Rückfahrt von der Schweiz in ihr Heimatland befanden. Bei der Erstüberprüfung fanden die Polizisten beim Fahrer ein iPhone 6, welches vor einigen Monaten in Niedersachsen durch Diebstahl abhandenkam. Völlig überrascht teilte der Fahrer mit, das teure Smartphone vor kurzem günstig im Internet erworben zu haben. Grund genug für die Schleierfahnder, das Fahrzeug samt Insassen einer eingehenderen Überprüfung zu unterziehen.

Diebe werfen Socken voller Gold aus dem Fenster

Noch ehe das Gepäck intensiv durchsucht werden konnte, meldete sich eine Streifenbesatzung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim. Diese hatten beobachtet, wie der Beifahrer des rumänischen Pkw kurz vor Erreichen der Polizeidienststelle drei Socken aus dem Auto geworfen hatte. Geistesgegenwärtig stoppten die Polizisten, sammelten die Socken am Rande der Autobahn wieder ein und fanden Erstaunliches. Sie waren alle prall gefüllt mit Goldmünzen, Goldringen, Ketten und Ohrschmuck. Auf Vorhalt zeigten sich die Rumänen erneut völlig überrascht und versicherten, dass sie davon nichts wüssten. Die Polizisten glaubten den drei Fahrzeuginsassen jedoch nur deren Behauptung, dass ihnen der „Goldschatz“ im Gesamtwert von mehreren tausend Euro nicht gehöre. Bei der weiteren Überprüfung fanden sich noch zwei weitere Beutel im Auto, gefüllt mit über 200 Schweizer Münzen, deren Besitz den drei Insassen ebenfalls unerklärlich war.

Der gesamte Fund einschließlich des iPhones wurde sichergestellt und die drei Rumänen wegen des Verdachtes der Bandenhehlerei zur Anzeige gebracht. Die Kriminalpolizei Rosenheim übernahm die weiteren Ermittlungen. Vermutlich stammt die Beute aus Wohnungseinbrüchen in der Schweiz.

Quelle: Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Bild: retter.tv Symbolbild

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