Nach Skandal um Chef-Drogenfahnder: Kokain angeblich nur zu Schulungszwecken

Nach dem Skandal um 1,5 Kilogramm Kokain, die beim Allgäuer Chef-Drogenfahnder in Kempten gefunden wurden (retter.tv berichtete), hat der Beschuldigte nun offenbar eine erste Erklärung abgegeben. Seinen Angaben nach, habe er das Kokain lediglich zu Schulungszwecken besessen. Die Staatsanwaltschaft glaubt an diese Version der Geschichte jedoch nicht. 

Wie die Süddeutsche Zeitung in ihrer Online-Ausgabe berichtet, gab der beschuldigte Drogenfahnder nun an, er habe das Kokain, das  bei ihm gefunden worden war, lediglich zu Schulungszwecken besessen. Die Staatsanwaltschaft hält diese Darstellung für eher unglaubwürdig. Weiter schreibt die Zeitung, dass sich die Ermittler zu den Blutproben, die dem Beamten nach seiner Festnahme entnommen worden waren, noch nicht äußern wollten. 

Keine Erinnerung an Attacke auf Ehefrau

Weiter schreibt die Süddeutsche Zeitung, dass der 52-jährige Drogenfahnder keine Erinnerung an den Angriff auf seine Ehefrau habe. Dieser Angriff war ursächlich dafür, dass das Büro des Mannes durchsucht und das Kokain gefunden wurde. Allerdings widersprach der Staatsanwalt der Zeitung zufolge der Darstellung, das Kokain wäre im Spind des Beamten gefunden worden. Außerdem stellte der Vertreter der Münchner Staatsanwaltschaft laut der Zeitung klar, dass die gefundene Kokainmenge zu groß sei, um zu Schulungszwecken genutzt zu werden. Deshalb erschien diese Angabe des Beschuldigten als nicht glaubwürdig. 

Kokainfund bei Drogenfahnder: Bisher keine Verbindung zu Mafia

Außerdem schreibt die Süddeutsche Zeitung weiter, dass die bisherigen Ermittlungen keine Verbindung zwischen dem Kokainfund und der Mafia oder organisierten Kriminellen ergeben habe.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Bild: retter.tv Symbolbild

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