Passau: Streit zwischen Arbeitskollegen löst Großeinsatz der Polizei aus

Der Streit zwischen zwei Arbeitskollegen löste in Passau einen Großeinsatz der Polizei aus. Nachdem ein 39-jähriger Mann von einem 55-jährigen mit einer Waffe bedroht worden sein soll, floh er aus dem gemeinsamen Firmenauto. 

In den frühen Morgenstunden soll es zwischen einem 55-jährigen Rettungssanitäter und seinem 39-jährigen Arbeitskollegen zu einem Streit gekommen sein, wie der Bayerische Rundfunk berichtet. 

Arbeitskollege mit Waffe bedroht

Die beiden Männer vereinbarten in den frühen Morgenstunden einen Treffpunkt in der Passauer Innenstadt. Danach kam es zwischen den Beteiligten zu Meinungsverschiedenheiten. Nachdem beide in den weißen Firmen-Pkw Ford Transit gestiegen waren, der im Bereich des Innbrückbogens abgestellt war, nahm der Streit nicht vorstellbare Formen an. Der 55-jährige Fahrer zog den Aussagen des Geschädigten zu Folge eine Pistole, hielt sie in Richtung des Opfers und drohte ihm mit dem Erschießen, wie die Polizei in einer Meldung berichtete.

Arbeitgeber verständigt Polizei

In einer günstigen Gelegenheit, gelang es dem 39-Jährigen, das Fahrzeug im Passauer Stadtteil Grubweg zu verlassen und seinen Geschäftsführer über die Angelegenheit zu informieren. Dieser wiederum verständigte die Polizei. Die Tatzeit lag bereits mehrere Stunden zurück. Der Geschädigte wurde bei dem Vorfall glücklicherweise nicht verletzt.

Bis in die Nachmittagstunden liefen die Fahndungsmaßnahmen nach dem 55-Jährigen Mann, insbesondere im Stadtgebiet Passau, auf Hochtouren. Zahlreiche Kräfte umliegender Dienststellen, sowie Spezialkräfte waren in die Fahndungsmaßnahmen unter Einsatzleitung der Polizeiinspektion Passau mit eingebunden. Auch die Behörden im benachbarten Oberösterreich wurden mit einbezogen.

War überhaupt eine Waffe im Spiel?

Gegen 15.00 Uhr konnte der Mann schließlich im Bereich der Passauer Stadtteil Innstadt angetroffen und widerstandslos vorläufig festgenommen werden. Der Firmen-Pkw konnte ebenfalls dort festgestellt werden. Die Waffe konnte bislang nicht aufgefunden werden. Aus Sicht des Beschuldigten stellt sich der Geschehensablauf ganz anders dar, diesbezüglich sind die Ermittlungen aber noch nicht abgeschlossen. Ebenso relativierte der Geschädigte im Laufe des Tages seine anfänglich Version in der Form, dass gar nicht mehr ganz sicher war, ob es sich überhaupt um eine Waffe gehandelt habe.

Warum es überhaupt zu dem Streit zwischen den beiden Passauern kam, konnte die Polizei bislang noch nicht abschließend klären. Ebenso unklar ist bislang die Verbleib der Waffe, sofern überhaupt eine zum Einsatz kam. Hierzu dauern die Ermittlungen der Kripo Passau an. Der 55-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Erfahren Sie hier mehr zu diesem Großeinsatz der Polizei in Passau.

Bild: retter.tv Symbolbild

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von Martina PetzFrau     
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