Polizei will Überfall untersuchen und stößt stattdessen auf grausamen Fund

Heidekreis | am 15.09.2017 - 13:10 Uhr | Aufrufe: 2723

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch erschien ein 38-Jähriger mit Schürfwunden an einer Tankstelle in der Danziger Straße in Munster und erzählte einem Mitarbeiter, dass er in seiner Wohnung von mehreren Personen überfallen worden sei.

Bei sich trug der Munsteraner diverse lose Geldscheine, die er angeblich vor den Räubern gerettet habe. Der Mitarbeiter der Tankstelle rief die Polizei, die auch einen Wagen an die Wohnanschrift des Mannes schickte. Die Wohnungstür des 38-Jährigen war zersplittert. Vor der Tür fanden die Beamten einen Fleischerhammer und Blutspuren. Da die Polizisten wussten, dass der Mann Hundebesitzer war, ließen sie ihn die Tiere einsperren, bevor sie seine Wohnung betraten. Auf der Suche nach Spuren des Raubes, stach den Beamten bereits auf dem Weg in den Keller ein penetranter Kot- und Uringeruch entgegen.

16 Tiere unter grausamen Bedingungen gehalten

Doch mit dem, was sie im Keller erwartete, hatten sie nicht gerechnet: Viel zu enge Käfige mit fünf ausgewachsenen Kampfhunden und elf Welpen, ohne Futter und ohne Wasser. Noch grausiger wurde das Bild, als die Beamten einen toten, extrem abgemagerten Hundewelpen, in einem Plastikmülleimer entsorgt, vorfanden. Die Beamten zogen unverzüglich das Veterinäramt hinzu, das die Beschlagnahme sämtlicher Tiere aussprach und die Hunde artgerecht unterbrachte. Das Veterinäramt prüft nun rechtliche Schritte gegen den Hundehalter. Zudem leitete die Polizei Ermittlungen hinsichtlich des behaupteten Raubes auf den 38-jährigen Munsteraner ein.

Text- und Bildquelle: Polizeiinspektion Heidekreis

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