Polizeidirektion Niedersachsen: Neue Technik ortet Handys bei Notruf schnell und sicher

Niedersachsen | am 14.12.2012 - 09:15 Uhr | Aufrufe: 1939

In einem Notfall kann das Handy des Anrufers mit neuer Technik nun schnell und sicher geortet werden. Über die Notrufnummern 110 und 112 werden ab 23. Dezember 2012 die Standortdaten bei Notrufen mit einem Handy übertragen.

Notruf mit HandyDenn die Mobilfunkbetreiber sind dann gesetzlich verpflichtet, die Standortdaten von Handynotrufen über die Notrufnummern 110 und 112 mit zu übertragen.

Notwendige Technik zur Ermittlung und Standortdarstellung 

Die Funkzelle, aus der der Notruf abgesetzt wurde, kann dann schnell und einfach ermittelt werden. Die zur Ermittlung und Standortdarstellung notwendige Technik hat die Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen in Zusammenarbeit mit den Unternehmen "Datus AG" aus Aachen und "T-Systems" aus Hamburg entwickelt und stellt diese jetzt den polizeilichen Leitstellen für den Notruf 110 in ganz Niedersachsen zur Verfügung. 

Daten für die Einleitung von Hilfsmaßnahmen

Ab sofort sind diese Leitstellen der Polizei in der Lage, die jetzt direkt übermittelten Daten für die Einleitung von Hilfsmaßnahmen darzustellen und zu nutzen. "Die Polizei Niedersachsen hat mit der Entwicklung dieses Systems nicht nur Pionierarbeit geleistet, sondern ist seitens der Bundesnetzagentur auch als Nachweisstelle für den Testbetrieb benannt worden", unterstreicht Werner Drögemüller, Abteilungsleiter in der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen, die Leistung seiner Ingenieure und Techniker.

Bundesweit wurde die Entwicklung mit großem Interesse verfolgt. Nutznießer ist und bleibt aber der Bürger. Für den oft ortsunkundigen Anrufer in Not kann die Polizei nun noch schneller erste Maßnahmen zur Hilfeleistung einleiten.

 

Quelle: Zentrale Polizeidirektion

Bild: retter.tv Archivbild

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