Polizisten in Schwitzkasten genommen: Urteil im „Gaffer-Prozess“ gefällt

Bremervörde | am 28.04.2017 - 13:55 Uhr | Aufrufe: 668

Nach einem tödlichen Unfall im Juli 2015 wurden die Rettungskräfte in Bremervörde aktiv an ihrer Arbeit gehindert. Die angeklagten drei Brüder wurden nun verurteilt. Unter anderem hatte einer von ihnen Beamte in den Schwitzkasten genommen.

Mit einer viermonatigen Haftstrafe und geringen Geldbußen ist der sogenannte „Gaffer-Prozess“ zu Ende gegangen. Für den 27 Jahre alten Hauptangeklagten legte das Gericht einen Freiheitsentzug von vier Monaten ohne Bewährung fest. Die beiden 20 und 36 Jahre alten Brüder müssen jeweils Geldstrafen im geringen Umfang begleichen: 100 beziehungsweise 150 Euro.

Aktiv Rettungsarbeiten behindert

Die drei Brüder hatten im Juli 2015 nach einem Verkehrsunfall mit zwei Toten die Rettungskräfte aktiv an ihrer Arbeit gehindert. Der Hauptangeklagte hatte nach einem nicht befolgten Platzverweis deutlichen Widerstand geleistet, da er einen Beamten in den Schwitzkasten nahm. „Gaffer-Prozess“ wurde das Verfahren bezeichnet, da vermutet wurde, dass der 27-Jährige zudem Handyaufnahmen gemacht haben soll. Da das Gerät am Tag des Unfalls nicht sichergestellt werden konnte, erhärtete sich dieser Verdacht nicht.

Bild: retter.tv Symbolbild 

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