Schwangere in Rettungsgasse gestoppt und attackiert

Dortmund | am 27.02.2018 - 09:02 Uhr | Aufrufe: 1732

Die Rettungsgasse war zwar frei, doch eine Hochschwangere kam auf dem Weg ins Krankenhaus trotzdem nicht durch.

Ein Lob an alle, die die Rettungsgasse einhalten und vertreten - aber so nicht: Eigentlich waren der 35-jährige Dortmunder und seine 36-jährige hochschwangere Frau ohnehin schon sehr aufgeregt mit ihrem Auto am späten Samstagabend auf der B 236 unterwegs. Die 36-Jährige hatte nämlich starke Wehen und das Krankenhaus war nicht wirklich in Sichtweite. Gegen 23.30 Uhr geriet das Ehepaar dann auf der Bundesstraße Richtung Dortmund in einen Stau, der sich durch einen Verkehrsunfall ergeben hatte.

Mann blockiert die Rettungsgasse

In ihrer Not riefen die beiden "Baldeltern" den Polizeinotruf 110. Die Polizeibeamten halfen dem Ehepaar sofort und lotsten sie per Telefon durch die Rettungsgasse, die zum Glück frei war. Nach einem ersten Aufatmen blieb den beiden Dortmundern dann aber doch die Luft im Halse stecken. Kurz vor der Ausfahrt zum Borsigplatz sprang ein Mann aus seinem Auto und blockierte die Rettungsgasse für das Paar in Not, so dass diese anhalten mussten.

Mann uriniert gegen Auto des Pärchen

Mit unzähligen Schimpfwörtern und drohenden Gebärden verteidigte der Fremde die Rettungsgasse. Aus Sorge der Mann würde seine "Fäuste sprechen lassen", blieb das Ehepaar im Wagen und schloss sich ein. Der Unbekannte setzte noch einen drauf: Er vertrat nicht nur die Rettungsgasse, sondern trat gegen die Stoßstange und urinierte dem Pärchen auf die Front des Autos. Unberührt von den Hilferufen - insbesondere die der Frau, die ihr Kind erwartete - blockierte der Fremde geschätzte 10 Minuten lang die freie Fahrt für das Paar in Not. Nun ermittelt die Polizei gegen ihn.

Quelle Text: Polizei Dortmund

Quelle Bild: retter.tv Symbolbild

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