Spielerei mit Softair-Waffen sorgt für Polizeieinsatz

Kempen-St.Hubert | am 09.03.2016 - 09:34 Uhr | Aufrufe: 313

Gar nicht begeistert waren Polizeibeamte, die am Montagnachmittag, um 17.45 Uhr, zu einem Einsatz in eine Grünanlage an der Bendenstraße (Kendelpark) gerufen wurden.

Spielerei mit Softair-Waffen sorgt für PolizeieinsatzNach Zeugenangaben liefen dort mehrere Jugendliche umher und veranstalteten mit zumindest einer Waffe Schießübungen. Als die Jugendlichen bzw. Kinder, wie sich später herausstellte, die Polizei erblickten, rannten sie davon. Einen Jugendlichen und ein Kind konnten die Beamten jedoch noch festhalten. Das Kind, ein 11jähriger Junge aus St. Hubert, führte eine Langwaffe, ähnlich einer Maschinenpistole mit sich. Diese Softairwaffe hatte durchaus Ähnlichkeit mit einer echten Maschinenpistole und ein Laie hätte sicher nicht auf den ersten Blick feststellen können, dass es sich um eine Softair- bzw Spielzeugwaffe handelte.

Verdacht einer Straftat im Sinne des Waffengesetzes

Der Jugendliche, ein 14jähriger St.Huberter, hatte keine Waffe bei sich. Der dritte Junge, der später ermittelt werden konnte, hatte nach eigenen Angaben mit einer Softair-Pistole im Park auf Bänke, Dosen und Eier geschossen. Er erklärte, er habe die Pistole bei Eintreffen der Polizei weggeworfen. Beide Waffen waren schussfähig. Mittels Federspannung konnten im Magazin befindliche Plastikkugeln durch den Lauf getrieben werden. Da vor Ort nicht zu klären war, ob die höchstzulässige Schussenergie von 0,5 Joule eingehalten wurde, musste zunächst vom Verdacht einer Straftat im Sinne des Waffengesetzes ausgegangen werden.

Eltern werden über Gefahren aufgeklärt

Die Beamten führten unmittelbar im Anschluss Gespräche mit den Eltern der Kids und erläuterten Ihnen die Gefährlichkeit solcher Anscheinswaffen. Polizisten z. B. , die in den Lauf einer solchen Waffe blicken müssten, könnten ad hoc sicher nicht unterscheiden, ob es sich um eine echte oder eine Anscheinswaffe handelt und würden sich möglicherweise zu einer raschen Reaktion gezwungen sehen. Die Folgen einer solchen Situation kann sich sicher jeder ausmalen. Daraufhin erklärten sich die Eltern sofort mit einer Sicherstellung der Waffen einverstanden.

Quelle Text und Bild: Kreispolizeibehörde Viersen

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