Streik in Genf: Polizisten in Freizeit-Outfit sorgen für Verwirrung

Wer dieser Tage in den Straßen von Genf unterwegs ist, dem begegnen ungewöhnliche Polizeibeamte. Statt einer Uniform tragen die Polizisten Freizeitkleidung und geben sich leger. Einzig an einem orange-farbenen Band am Oberarm mit der Aufschrift „Police" und an ihrer Waffe am Gürtel sind die Männer und Frauen als Polizeibeamte zu erkennen.

Ein seltsamer Anblick bietet sich den Genfern seit einiger Zeit. Im März hatten die Polizisten mit ihrem Streik begonnen. Zunächst legten die Polizeibeamten ihre Mützen ab, wie der Schweizer Tagesanzeiger berichtet. Kleine Verkehrs-Delikte wurden zudem nicht mehr geahndet. Dann folgte die Entledigung der Uniform. Stattdessen wechselten die Polizistinnen und Polizisten zum Freizeit-Outfit. Ein orangenes Band am Oberarm mit der Aufschrift „Police" und die Dienstwaffe am Gürtel gibt die Frauen und Männer als Polizeibeamte zu erkennen.

Neues Lohnmodell sorgt für Polizeistreik

Grund für dieses Vorgehen ist ein Streik der Polizei. Die Polizeibeamten protestieren auf diese Weise gegen ein neues Lohnmodell. Danach sollen Polizisten auf 2,5 bis 8 Prozent ihres Lohnes verzichten, um den Haushalt des Kantons zu sanieren. Für die Polizeigewerkschaft ist dies völlig inakzeptabel. Es soll nun Gespräche zwischen Gewerkschaft und dem Sicherheitsdirektor geben.

Zwischenfall im Supermarkt

Polizisten in Freizeitkleidung sind für die Genfer Bevölkerung verständlicherweise äußerst irritierend. In einem Supermarkt sei es, laut Tagesanzeiger, zu einem Zwischenfall gekommen. Ein Notruf meldete eine bewaffnete Frau in einem Supermarkt. Letztlich stellte sich heraus, dass es sich um eine Polizistin handelte. Sie hatte ihre orangene Armbinde zur Erkennung vergessen anzulegen.

Erfahren Sie hier mehr zu den unrasierten Polizisten im Freizeit-Outfit in Genf.

Bild: rettert.tv Symbolbild

 

 

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