Trittbrettfahrer: Falsche Notrufe sollen teuer werden

Deutschland | am 03.08.2016 - 10:11 Uhr | Aufrufe: 237

Seit dem Amoklauf in München hat die Polizei immer häufiger mit Anrufern zu kämpfen, die falsche Notfälle melden.  Diese Trittbrettfahrer sollen künftig hart bestraft werden.

Symbolbild BlaulichtWährend des Amoklaufs in München gingen bei der Polizei tausende Notrufe ein. Viele davon stellten sich als Fehlalarme heraus, die zum Teil auch vorsätzlich abgesetzt wurden. Und auch knapp zwei Wochen nach den schrecklichen Vorkommnissen in München rufen Trittbrettfahrer in ganz Deutschland bei der Polizei an und melden falsche Notfälle. In einigen deutschen Städten sollen solche Falschmeldungen künftig richtig teuer werden.

Bis zu drei Jahren Gefängnis

Laut Berliner Zeitung sollen in Berlin pro eingesetztem Beamten du Stunde 54 Euro fällig werden. Ist ein Hubschrauber umsonst im Einsatz, kostet das pro Stunde 1700 Euro, in München sogar 3460 Euro.  Wie ka-news.de berichtet, könne so bei einem Einsatz, der durch eine Falschmeldung ausgelöst wurde, ein Betrag zusammenkommen, den derjenige ein ganzes Leben lang abzahlen müsse. Bei angedrohten Straftaten wie etwa „Da geht nachher eine Bombe hoch“, kann sogar eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren drohen. Ob die Zahl an Falschmeldungen seit dem Münchner Amoklauf tatsächlich gestiegen ist, wurde noch nicht statistisch erfasst, die Polizei verzeichnet jedoch eine gestiegene Aufmerksamkeit bei den Bürgern.

Bild: retter.tv Symbolbild

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