Vertrauensbruch: Polizist läuft trotz Krankschreibung Marathon und wird entlassen

Brandenburg | am 15.07.2017 - 11:50 Uhr | Aufrufe: 1965

Ein Brandenburger Polizist hat trotz Krankschreibung wegen einer Fußverletzung an einem 16 Kilometer langen Hindernislauf teilgenommen. Deshalb wurde er nun von seinem Dienst entlassen.

Laut focus.de klagte der Beamte gegen die sofortige Entlassung, bekam aber zunächst kein Recht. Das Verwaltungsgericht Cottbus teile die Einschätzung des Landes Brandenburg als Dienstherr. Die hege deutliche Zweifel an der charakterlichen Eignung des Polizisten, da sein Verhalten einen Missbrauch der Krankschreibung darstelle.

Leistung in sozialem Netzwerk gepostet

So solle er trotz seiner angeblichen Verletzung den Hindernislauf samt Tunnel, Stolperfallen und Schlammgraben bewältigt und den 127. Platz von rund 650 Teilnehmern erreicht haben. Zusätzlich erschwerend sei für das Gericht die Tatsache, dass der Mann seine Leistung unter Nennung seines Berufes in einem sozialen Netzwerk publik machte. Somit sei die sofortige Entlassung gerechtfertigt. Der Beschluss sei aber noch nicht rechtskräftig und könne von dem Polizisten beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg angefochten werden.

Bildquelle: retter.tv Symbolbild

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