Weltweites Interesse: 3D-Täteridentifizierung aus Deutschland wird erstmals eingesetzt

Nach dem Raubüberfall in Oberkail wird zur Aufklärung jetzt ein vollkommen neues Konzept getestet: Die GEMINUS-Datenbank. Sie macht es möglich, Phantombilder in 3-D anzufertigen.

Der Phantombildzeichner des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz, Uwe Kinn, hat das neue Verfahren entwickelt. Es erlaubt Zeugen, Täter aus verschiedenen Perspektiven zu sehen und soll in Zukunft auch eine Rekonstruktion der Tathandlung in dreidimensionaler Ausführung möglich machen.

Interesse im In- und Ausland

In einem ersten Schritt erstellen spezielle Ermittler des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz dazu aus Fotos und Videos des Tatortes oder Zeugenbeschreibungen zunächst ein zweidimensionales Konzept. Die GEMINUS-Datenbank setzt dieses Konzept anschließend in eine dreidimensionale Rekonstruktion um. Sie bietet den Ermittlern dadurch bisher nicht gekannte Möglichkeiten, Täter und später Tathandlungen in 3-D darzustellen und auf diese Art weitere Zeugen zu Straftaten zu finden. Darum stößt die GEMINUS-Datenbank bei vielen anderen Behörden im In- und Ausland auf reges Interesse.

Hilfe bei der Aufklärung von Banküberfall

Sie soll jetzt auch dabei helfen, den Banküberfall in Oberkail aufzuklären, bei dem von zwei Tätern ein fünfstelliger Betrag entwendet wurde. Nachdem die Kripo Spuren gesichert, Zeugen befragt hat und weiteren Hinweisen nachgegangen ist, setzt sie nun erstmals auf die GEMINUS-Datenbank um bei der Identifizierung der Täter zu helfen.

Quelle: Polizeipräsidium Trier
Bild: retter.tv Symbolbild

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