Zugkatastrophe in Spanien: Lokführer soll mit rasanter Fahrt geprahlt haben

Santiago de Compostela | am 28.07.2013 - 10:15 Uhr | Aufrufe: 3375

Der 52-jährige Lokführer wird wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.  78 Menschen starben bei dem katastrophalen Zugunglück. Am gestrigen Samstag wurde der Lokführer aus dem Krankenhaus entlassen. Bereits am Donnerstag sei er, laut Polizeiangaben, festgenommen worden.

Schweres Zugunglück in Spanien - Feuerwehren bekunden SolidaritätEs ist das schwerste Zugunglück in Spanien seit mehr als 40 Jahren. Laut Behördenangaben starben 78 Menschen bei dem Zugunglück, 178 wurden verletzt. Der Lokführer soll mit 190 km/h, statt den erlaubten 80 km/h in die Kurve eingefahren sein. Aufgrund der viel zu hohen Geschwindigkeit sprang der Zug aus den Schienen.

Mit Geschwindigkeit im Internet geprahlt

Der Lokführer soll mit seiner rasanten Fahrt geprahlt haben. Schon früher soll er Bilder des Tacho-Standes auf Facebook veröffentlicht haben. Dem 52-Lokführer wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Eigentlich hätte er schon vier Kilometer vor der Unglückskurve den Bremsvorgang einleiten müssen.

„Ich habe es vermasselt, ich möchte sterben“

Wie die spanische Zeitung „El Mundo“ berichtet soll der Lokführer nach dem Zugunfall gesagt haben: „Ich habe es vermasselt, ich möchte sterben“. Bisher hat der Lokführer die Aussage verweigert. Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautet auf fahrlässige Tötung.
Das mögliche Fehlverhalten des Lokführers wollen die Ermittler untersuchen. Aber auch mögliche Mängel am Bremssystem stehen im Fokus der Ermittler.

Quelle: Augsburger Allgemeine

Bild: Youtube-Screenshot

 

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